Lapporten – Lappenpforte

Von Abisko zum Lapporten, zur Lappenpforte, dem Tor nach Lappland

Unser Ziel – das Lapporten.

Lapporten, das Tor nach Lappland, ist das Wahrzeichen von Abisko und ein Sehnsuchtsziel für viele Lappland-Trekkerinnen und -Trekker. Für unsere 2019-Trekkingtour mit den Enkelkindern haben wir uns vorgenommen, von Abisko aus hoch zum Lapporten zu wandern, dort oben zu zelten, und dann durch das Lapporten weiter auf den Kungsleden und weiter den Kungsleden soweit wir eben kommen. Der kleinste, jüngste Enkel ist erst fünf, unser Vorhaben ist also ein wenig gewagt – aber mit super guter Laune sind wir es angegangen.

Und wir haben es (fast) geschafft: wir waren oben im Lapporten und haben dort gezeltet. Nur hat uns in der Nacht der Regen und Nebel eingeholt, die Sichtweite war bei Null, das Gelände nass und morastig, so dass wir nicht durch das Lapporten hindurch gewandert sind sondern wieder zurück nach Abisko und von dort aus dann den Kungsleden bis Vakkotavare. Dennoch: es hat sich gelohnt!

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Nördlicher Kungsleden mit den Enkelkindern

Nördlicher Kungsleden von Abisko nach Vakkotavare mit den Enkelkindern im August 2019

Schwedens Kungsleden verkörpert ein abwechslungsreiches und einzigartiges Wandererlebnis. Seit seiner Gründung im frühen 20. Jahrhundert durch den schwedischen Tourismusverband (STF) ist der Weg gewachsen und führt von Abisko im Norden zu seinem heutigen Endpunkt in Hemavan im Süden, auf einer Gesamtstrecke von 460 km. Für diejenigen, die Schweden, Lappland und die Arktis zum ersten Mal besuchen, wird der Kungsleden ein großes Abenteuer und ein Schritt in eine neue Welt. Für viele wird es der Beginn einer langen und reichen Begegnung sein, die viele wiederholte Besuche umfasst – so wie für uns.

Seit 1993 sind wir immer wieder in Lappland, in ganz Skandinavien unterwegs, hat uns das nordische Fieber gepackt, haben den gesamten Kungsleden von Abisko bis Hemavan in mehreren Etappen erwandert. In den ersten Jahre waren unsere beiden Töchter mit uns, dann waren wir zu zweit auf großer Trekkingtour, meist mit Zelt. Dieses Jahr wollten wir dieses Erlebnis auch unseren Enkelkindern nahebringen. So machten wir uns mit unserer großen Tochter und ihren vier Kindern (15, 11,  8 und 5 Jahre alt) auf und wanderten den nördlichen Kungsleden von Abisko nach Vakkotavare, rund 105 km lang.

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West Highland Way – Fotoalbum

Die Bilder vom West Highland Way im Juni 2019

2 Wochen waren wir unterwegs auf dem schottischen West Highland Way. 154 Kilometer haben wir dabei zurückgelegt und dabei etwa 4.500 Höhenmeter überwunden. Auf diesem Weg haben wir alles gefunden, was Schottland ausmacht: Tiefe Wälder an klaren Seen, saftige Weiden mit unzähligen Schafen, grüne Hügel, Moore und schroffe Berge. Der Weg führte uns in einem Spannungsbogen von den Lowlands am wunderschönen Loch Lomond entlang in die Highlands.

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West Highland Way – Etappe 13

Etappe 13 auf dem schottischen West Highland Way: von der JH Glen Nevis nach Fort William

Auf zur letzten Etappe auf dem West Highland Way. Heute stehen die letzten 5 Kilometer von der JH Glen Nevis nach Fort William an. Am River Nevis entlang führt uns der Weg erst zum Informationszentrum und dann in den Ort. Am Ortsanfang endete noch bis zum Jahr 2009 wenig spektakulär der West Highland Way. Das blau-weiß-grüne Schild mit der vertrauten Distelblüte steht noch heute dort. Nun führt er noch etwa 1,5 Kilometer weiter bis in das Zentrum von Fort William. Am Ende der Fußgängerzone High Street, am Gordon Square finden wir dann den berühmten Bronze-Wanderer auf seiner Bakn sitzend, wie er sich den rechten Fuß hält. Wir haben den West Highland Way geschafft. Wir haben rund 155 km zurückgelegt durch die verschiedensten Landschaften des schottischen Highlands und dabei etwa 4.500 Höhenmeter überwunden.

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West Highland Way – Etappe 12

Etappe 12 auf dem schottischen West Highland Way: im Glen Nevis zu den Steall Falls

Der vorletzte Tag in Schottland erwartet uns mit heftigem Regen, Ben Nevis hüllt sich in tiefen Wolken. Da bietet sich eine Wanderung tief in das Glen Nevis hinein an, in die vielleicht schönste Talschlucht Schottlands. Mit dem Bus geht es entlang dem River Nevis zu einem Parkplatz kurz vor den Polldubh (Lower) Falls. Von dort wandern wir aufwärts zur Nevis Gorge, einer engen Schlucht mit hohen aufragenden Felswänden und tobendem Fluß. Besonders das letzte Stück ist bemerkenswert, riesige Felsquader liegen im Flussbett und es wird bestens erkennbar, wie das Wasser im Laufe vieler Jahrzehnte das Gestein ausgewaschen hat. Dann treten wir aus der Klamm heraus und vor uns öffnet sich ein idyllisches Hochtal mit grünen Wiesen. Uns gegenüber rauschen die imposante Steall Falls in die Tiefe. Die sich in mehreren Kaskaden und parallelen Strömen über den Hang ergießenden Fälle sind mit gut 120 Metern Fallhöhe der zweithöchste Wasserfall in Schottland. Um den Wasserfall direkt zu erreichen ist die Überschreitung des River Nevis auf einer Dreiseilbrücke erforderlich.

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West Highland Way – Etappe 11

Etappe 11 auf dem schottischen West Highland Way: von Kinlochleven nach Glen Nevis

Die 11. und letzte lange Etappe führt uns auf dem West Highland Way von Kinlochleven in das Glen Nevis, an den Fuß von Großbritanniens höchstem Berg, dem 1.344 Meter hohen Ben Nevis, ein paar Meilen vor Fort William. Der Einstieg in den Wandertag ist heftig: vom Ort auf Meereshöhe geht es gut 200 Höhenmeter steil bergauf. Dann ist dieser anstrengende Abschnitt gemeistert und wir werden mit einem schönen Blick über die Stadt am Loch Leven belohnt. Danach geht es auf einer ehemaligen Militärstraße gemächlicher weiter: durch ein schottisch-karges Hochtal wandern wir gemütlich weitere 100 Höhenmeter aufwärts bis zu einem Pass. Hier beginnt nochmals ein atemberaubender Abschnitt, der Pfad schlängelt sich wunderbar über die karge Hochfläche. Langsam geht es wieder abwärts, vorbei an der Ruine einer verlassenen Farm, bis zum Lochan Lunn Da Bhra. Der Weg führt nun durch ein Gebiet, das durch umfangreiche Rodungsarbeiten arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach einer letzten Passüberquerung stoßen wir schließlich ins Glen Nevis vor. Gemächlich geht es abwärts, bei schönem Wetter ist der Ben Nevis zu sehen.

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West Highland Way – Etappe 10

Etappe 10 auf dem schottischen West Highland Way: von Kingshouse Hotel nach Kinlochleven

Devil’s Staircase – Passhöhe.

Schmale Wanderpfade, ein satter, steiler Anstieg und Panoramablicke auf die Glencoe Mountains – der zehnte Abschnitt des West Highland Way vom Kingshouse Hotel nach Kinlochleven ist anspruchsvoll, aber er gehört zugleich zu den dramatischsten und schönsten des gesamten Weges. Er bietet alles, was sich Gebirgswanderer wünschen. Ingesamt müssen wir nur etwa 14 Kilometer zurückzulegen, die es allerdings in sich haben. Herzstück ist die sogenannte Devil’s Staircase – zahlreiche Serpentinenkurven, die den West Highland Way von 280 Metern Höhe auf 550 Meter hochhieven. Der Abstieg erfolgt zu einer ehemaligen Industriestadt mitten in der Wildnis der Highlands am Ostende von Loch Leven.

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West Highland Way – Etappe 9

Etappe 9 auf dem schottischen West Highland Way: von Inveroran nach Kingshouse

Unsere heutige neunte Etappe des West Highland Way präsentiert eine grandiose, wilde Landschaft. Der Weg verläuft entlang des ca. 130 km2 großen Rannoch Moor, westlich sind die Berge und Hügel der Highlands zu sehen, östlich streift der Blick über die riesige Moorlandschaft. Überall wächst Heidekraut und Moos. Das Moorgebiet ist weitestgehend unbewohnt, für die Landwirtschaft gänzlich ungeeignet und daher eine der letzten von Menschenhand kaum berührten Landschaften Schottlands. Die Etappe ist nur etwa 15 Kilometer lang und vom Startpunkt am Inveroran Hotel bis zur höchsten Stelle des Abschnitts sind etwa 300 Höhenmeter zu überwinden, bis es gemächlich wieder hinabgeht zum Ziel Kingshouse Hotel. Bei klarem Wetter ist die Srecke wahrhaft schön, kann aber bei starken Regen oder Sturm schnell unangenehm werden. 

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West Highland Way – Etappe 8

Etappe 8 auf dem schottischen West Highland Way: von Tyndrum nach Inveroran

Über die Hälfte des West Highland Way ist schon geschafft! Die heutige achte Etappe bringt uns von Tyndrum zur Zwischenstation Bridge of Orchy und weiter über einen kleinen Gipfel nach Inveroran. Der West Highland Way führt bis Bridge of Orchy überwiegend über eine ehemalige, zunächst asphaltierte, später mit Schotter bedeckte Straße. Dennoch ist der Weg keineswegs langweilig, da wir uns durch ein Tal bewegen, das von den markanten Bergen Beinn Odhar, Beinn Dorain und Beinn Bhreac-Leiath eingerahmt wird. Ausserdem verläuft der Weg fast parallel zur Bahnstrecke von Glasgow nach Fort William, die Gleise müssen wir mehrmals durch kleine Tunnel kreuzen. Von Bridge of Orchy wandern wir dann auf einem guten Wanderweg über den Gipfel des Mam Carraigh mit toller Aussicht auf das Loch Tulla zum Inveroran Hotel.

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West Highland Way – Etappe 7

Etappe 7 auf dem schottischen West Highland Way: von Crianlarich nach Tyndrum

Die siebte Etappe von Crianlarich nach Tyndrum: der West Highland Way verläuft zu beiden Seiten von Strath Fillan, so als würde er versuchen, die besten Teile des Tales mitzunehmen, in Wirklichkeit ist es aber nur die einfachste Linie. Der Abschnitt beginnt mit dichtem Wald, bald wird der Pfad jedoch zu einem schönen Balkonspaziergang hoch über dem Tal mit einer Vielzahl verlockender Ausblicke durch die Bäume. Zurück im Tal begegnet uns die Vergangenheit: wir wandern zunächst an den Überresten des Klosters von St. Fillan vorbei und ein weng später am kleinen See des Verlorenen Schwerts. Ein angenehmer Abschnitt in der Nähe des Crom Allt bringt uns dann nach Tyndrum.

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West Highland Way – Etappe 6

Etappe 6 auf dem schottischen West Highland Way: von Inverarnan nach Crianlarich

Unsere sechste Etappe auf dem West Highland Way von Inverarnan (Beinglas Farm) nach Crianlarich: Hügel und Berge entlang des Weges werden allmählich höher und es bieten sich schöne Ausblicke. Ganz im Gegensatz zur Etappe am Vortag sind die Wege breit und bequem, es geht schneller vorwärts. Stetig geht es leicht bergauf, wenngleich die Etappe insgesamt eher flach ist. Wir folgen dem River Falloch, hier und da sind zunächst kleine Wasserfälle zu sehen bis die größeren Falls of Falloch auftauchen. Unterwegs kommen wir an der längsten Steinmauer des West Highland Way vorbei, am Ende der Mauer haben wir den Mittelpunkt des Fernwanderwegs erreicht. Hier ist die Abzweigung nach Crianlarich. Über einen Forstweg geht es den Wald hinab in den kleinen Ort mit Bahnhof und Jugendherberge.

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West Highland Way – Etappe 5

Etappe 5 auf dem schottischen West Highland Way: von Inversnaid nach Inverarnan

Vor der heutigen 5. Etappe von Inversnaid nach Inverarnan haben wir ein wenig Bammel: sie soll der schwierigste und härteste Teil des ganzen West Highland Way sein. Nun ja, ein wenig anspruchsvoller als die anderen Etappen ist sie schon, zumindest verlangt sie auf den ersten knapp fünf Kilometern ab dem Inversnaid Hotel volle Konzentration. Vorbei an Rob Roy’s Cave geht es nur über Felsen dem Ufer entlang. Das Auf und Ab auf dem schmalen, felsigen Pfad scheint kein Ende zu nehmen. Bei einem großen Kiesstrand ist es aber dann doch geschafft, große Bäume und eine schöne Wiese laden zur verdienten Rast nach der Anstrengung ein.
Die Schwierigkeiten haben wir überwunden, der nun wieder gute Pfad führt vorbei an der Doune Bothy, einer offenen Schutzhütte, und weiter hinauf auf einen kleinen Pass. Hier können wir einen letzten wunderbaren Blick zurück auf das Nordende des Loch Lomond werfen. Dann wandern wir bergab in das Tal Glen Falloch und erreichen schnell unser Ziel, die Beinglas Farm bei Inverarnan.

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West Highland Way – Etappe 4

Etappe 4 auf dem schottischen West Highland Way: von Rowardennan nach Inversnaid

Auch die heutige 4. Etappe führt am Loch Lomond entlang. Von Rowardennan aus wandern wir auf einem breiten Forstweg am Ben Lomond vorbei. Nach einigen Kilometer könnten wir auf einem schmalen und felsigen Alternativweg direkt am Ufer entlang weiter, wir bleiben jedoch auf dem Forstweg. Es geht einige Kilometer bergauf, vorbei an schönen, aber vor allem unzähligen kleinen Wasserfällen. Immer wieder gibt es schöne Blicke auf den Loch Lomond und die gegenüberliegenden Berge. Dann geht es bergab und der Uferweg zweigt wieder in den Forstweg. Ab hier beginnt unser Uferpfad, welcher richtig Spaß macht. Es geht bergauf, bergab, über Steine, Treppen, Brücken und immer am Wasser entlang, einige Passagen verlangen Trittsicherheit. Plötzlich hören wir ein gewaltiges Wasserrauschen und wir sehen die Falls of Inversnaid. Die Wasserfälle werden über zwei Brücken überquert – und dann stehen wir wieder in der Zivilisation: wir sind am Inversnaid Hotel.

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