Traumschleife Layensteig Strimmiger-Berg

Rundwanderung im Hunsrück auf der Traumschleife Layensteig Strimmiger-Berg – Höhepunkt sind drei kurze Klettersteige.

Die Traumschleife Layensteig Strimmiger-Berg ist ein toller Rundwanderweg um die Ortschaften Altstrimmig, Mittelstrimmig und Liesenich im Hunsrück. Strecken mit grandioser Fernsicht über Hunsrück und ins Moseltal bis weit in die Eifel wechseln sich ab mit verschlungenen Pfaden entlang naturbelassener Bachläufen und ruhigen Wegen durch Wiesen und Wälder. Ein Höhepunkt der Traumschleife sind drei kurze und unschwierige Klettersteige in luftigen Höhen (die auch umgangen werden können). Zudem verläuft der Weg vorbei an alten Schieferstollen, Schiefer-Abraumhalden sowie an rekonstruierten Wohnhäusern der ehemaligen Schieferstollenarbeiter. All das verspricht uns Wandergenuss auf höchstem Niveau.

Die Eckdaten des Layensteigs

Tour-Datum 27. Februar 2021
Region Deutschland, Rheinland-Pfalz, Hunsrück
Ausgangspunkt Mittelstrimmig
Anforderungen mittelschwere Wanderung auf teils schmalen Pfaden
hervorragend markiert
die drei Klettersteige können ohne Klettersteigset begangen werden; sie können auch umgangen werden
Distanz 14,5 km
Gehzeit 4 – 5 Stunden
Höhenunterschied 250 m auf- bzw. abwärts
Einkehr Mittelstrimmig, Liesemich, Pulgersmühle
GPX-Datei
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1 Datei(en) 56.06 KB
 

Der erste Teil des Layensteigs: vom Portal Mittelstrimmig bis zu den Klettersteigen

Wir starten zu unserem Layensteig am kleinen Parkplatz beim Portal Mittelstrimmig und wandern zunächst leicht aufwärts entlang der L202. Nach Überquerung der Landstraße führt uns die Wegmarkierung auf offenes Gelände. Von dieser erhöhten Stelle aus genießen wir die herrliche Weitsicht über die traumhafte Hunsrücklandschaft. Naturbelassene Feldwege bringen uns nun talabwärts über einen schmalen Pfad bis zum Portal Altstrimmig und einer großen Grillhütte mit Rastmöglichkeit.

Auf schmalem verschlungenem Pfad, durch ruhigen Wald, wandern wir durch das wunderschöne Bildbachtal bis zum Mörsdorfer Bachtal. Hier folgen wir dem so genannten Talrandweg entlang dem Mörsdorfer Bach. Ruhebänke und eine Sinnenbank laden uns ein, die Ruhe des Tals und das Rauschen des Baches zu genießen. Durch teilweise offenes Tal führt der Wanderweg an der Birkmühle vorbei und bietet an der benachbarten Pulgermühle die Möglichkeit zur Einkehr – heute ist sie leider Coronabedingt geschlossen.

Nach einem kurzen Waldweg kommen wir nun ins Flaumbachtal und wandern durch das teilweise offene Tal, bis wir den Flaumbach erreichen. Auf schmalem Pfad geht es nun fast im Wasser laufend am Flaumbach vorbei. Über eine beeindruckende Brücke überqueren wir den Flaumbach und wandern weiter durch das ruhige Tal.

Die Klettersteige des Layensteigs

Mit leichtem Herzklopfen nähern wir uns jetzt den Mutproben des Layensteigs: drei Klettersteige wollen bestiegen werden. Alle drei Klettersteige können auf leichten und guten Wegen umgangen werden – aber wir wagen es und stürzen uns in das Kletterabenteuer. Um es jetzt und hier schon zu sagen: es war das Highlight der Tour!

Klettersteig Burgberg

Eiserne Steigeisen und eine massive Drahtseilversicherung erwarten uns am Fuß des Burgberg-Klettersteigs. Das macht Mut – also Handschuhe an, und langsam und konzentriert klettern wir über mehrere gut versicherte Stufen und Abschnitte hoch. Oben angekommen werden wir mit einer grandiosen Aussicht über das Flaumbachtal belohnt. Der Abstieg ist dann wieder ein Nervenkitzel: wir müssen uns über die Felskante auf ein lange Leiter schwingen, über die wir abklettern.

Nach dem Abstieg gelangen wir an die Schafsbrücke. Hier überqueren wir erneut den Flaumbach und tauchen in den Wald ein. Fortan wandern wir auf dem historischen Keltenweg bergauf, bis wir an ein Wegekreuz kommen.

Klettersteig Schinnkaul

Hier beginnt der Einstieg in den zweiten Klettersteig, den Schinnkaul-Klettersteig. Durch jungen Mischwald bahnen wir uns auf einem romantischem Pfad entlang den Weg bis zum Fuß der kleinen Kanzel. Über in den Fels eingelassene Steigeisen erklimmen wir die Felswand, nun schon mutig und routiniert. Oben angekommen genießen wir die schöne Aussicht von der Kleinen Kanzel.

Gut ausgeruht geht es langsam ansteigend weiter, über einen laubbedeckten Waldweg erreichen wir die Große Kanzel. Hier laden eine überdachte Hütte mit Grillmöglichkeit, Sinnen- und Ruhebänke zum Verweilen und Genießen der Landschaft ein.

Kletterstieig Höhlenschlucht

Nach dieser Pause geht es über einen schmalen Pfad, der teilweise mit Drahtseilen versichert ist, zum dritten Klettersteig, den Höhlenschlucht-Klettersteig. Hoch stehen wir hier am Ende des Pfads über der Schlucht, zwei lange Leitern führen hinunter in die Tiefe zu alten Schieferstollen. Aber das ist jetzt kein Problem mehr.

Der dritte Teil des Layensteigs: von den Klettersteigen bis zum Ausgangspunkt zurück

Gut gelaunt mit einem Hochgefühl im Bauch wandern wir weiter. Der Weg führt uns jetzt abwärts durch abwechslungsreiches Waldgebiet, vorbei an einigen alten Schieferstollen, größeren Schiefer-Abraumhalden und den dazugehörigen, teilweise rekonstruierten Spalt- und Wohnhäusern.

Aus dem Tal heraus wandern wir auf einem schmalen Pfad aufwärts, vorbei an alten Bäumen und Felsen, bis wir ein Feuchtbiotob erreichen.

Nach Überqueren der Landstraße gelangen wir über einen Pfad zum Portal Liesenich. Auch hier lädt uns eine Sinnenbank zur Rast ein. Hier genießen wir zudem die Fernsicht in die Eifel und orientieren uns dabei an einer Weitsichttafel. Ohne weitere Anstrengung wandern wir nun auf ruhigen Feldwegen und auf teilweise offenem Gelände den letzten Teil der Tour, bis wir unseren Ausgangspunkt am Portal Mittelstrimmig wieder erreichen.

Am Ende sind wir uns sicher: das war ein genialer Tag, eine geniale Tour, die wir möglichst bald mit unseren Enkelkindern wiederholen möchten.

Die Bilder des Layensteigs

Dieter Moßbrucker
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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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