Volcán San Antonio – Volcán Teneguía – Faro de Fuencaliente

La Palma: Von Los Canarios zum Volcán San Antonio, zum Volcán Teneguía und zum Faro de Fuencaliente

Teneguia

Rötlich-schwarz und dunkelgrau sind die weiten Flächen und Wege in der kargen Vulkanlandschaft im Süden von La Palma, diese Gegend mutet sehr unwirklich an. Die Vegetation wächst noch sehr zaghaft, erst 1971 hat der letzte Vulkanausbruch hier seine Spuren hinterlassen. Am Informationszentrum für Vulkanologie Los Canarios starten wir unsere Tour, wandern zu den Vulkanen San Antonio und Teneguía, von beiden haben wir großartige Aussicht bis zur Südspitze der Insel. Weiter wandern wir abwärts zum Faro de Fuencaliente und zur dortigen Saline Teneguía. Der Rückweg ist dann ein steiler Aufstieg in Falllinie durch die Lavafelder.

Tourdaten

volle Distanz: 13.79 km
Maximale Höhe: 637 m
Minimale Höhe: 6 m
Tour-Datum 2. Januar 2009
Region Kanarische Inseln, La Palma, Südspitze
Ausgangspunkt Los Canarios – Informationszentrum beim Vulkan San Antonio
Endpunkt Los Canarios – Informationszentrum beim Vulkan San Antonio
Schwierigkeit mittelschere Wanderung
Zeitbedarf 5 – 6 Stunden
Distanz 14 km
Aufstieg 800 m
Abstieg 800 m
Strecke Informationszentrum beim Vulkan San Antonio (630 m) – Volcán San Antonio (657 m) – Roque de Teneguía (405 m) – Volcán Teneguía (427 m) – Faro de Fuencaliente (20 m) – Informationszentrum beim Vulkan San Antonio (630 m)
Verpflegung bei den Salinen am Faro de Fuencaliente
Bemerkungen der Parkplatz beim Informationszentrums ist gebührenpflichtig und beinhaltet den Besuch des Zentrums und des Volcán San Antonio
ca. 50 m oberhalb gibt es einen kostenlosen Parkplatz, dann kein Besuch des Zentrums und des Volcán San Antonio
bei starkem Wind kann der Weg auf dem Kraterrand des Volcán San Antonio gesperrt sein
für den Aufstieg zum Volcán Teneguía ist in kurzen Bereichen Schwindelfreiheit erforderlich
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Teneguia

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Volcán San Antonio

Der Volcán San Antonio ist bereits über 3.000 Jahre alt. 1677 ist er zum letzten Mal ausgebrochen. Vom Informationszentrum wenden wir uns dem Kraterweg zu, der uns sogleich an den Kraterrand bringt. Nach 10 Minuten erreichen wir den Umkehr- und Aussichtspunkt an einer Vermessungssäule. Hier bietet sich uns ein Blick zum Volcán Teneguía und weit hinunter auf die Küste bis zu den Leuchttürmen und der Saline auf dem südlichsten Zipfel der Insel.

 

 

Volcán Teneguía

Wieder zurück am Parkplatz wandern wir in steilen Kehren bergab, dann auf einer Piste gemütlich durch den Hang. Schon bald sehen wir rechter Hand den Roque de Teneguía, zu dem ein breiter, von Steinreihen markierter Weg abzweigt. Er zieht in weiten Schleifen hinab zum Vulkanschlot. Der hellbraune Felsen hebt sich von dem schwarzen Lavagestein deutlich ab. Hier soll die heiße Quelle (fuente caliente) entsprungen sein, die der Region ihren Namen gab. In dem abgesperrten Vulkanschlot sind Spiralen und andere Felsgravuren der Ureinwohner der Insel zu sehen, sogenannte Petroglyphen.

Vom Roque aus wandern wir geradeaus quer durch den Hang parallel zu einem Wasserkanal, den wir bald bei einem Wasserreservoir überqueren. Hier wenden wir uns einem Fahrweg zu, der zum Fuß des Teneguía führt.

Beim letzten Vulkanausbruch auf La Palma im Jahre 1971 entstand der Volcán Teneguía. Aus einer Spalte brach glühend heißes Magma aus und ergoss sich über drei Wochen lang über den Fels in Richtung Meer. Die Ausbrüche waren jedoch nicht sehr explosiv, und für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Der somit jüngste Vulkan der Insel ist noch immer nicht endgültig erloschen. An den Hängen des Vulkans ist noch keine Vegetation auszumachen. Der Aufstieg auf den von zahlreichen Ausbruchskratern zerrissenen, in den unterschiedlichsten Rot- und Gelbtönen schimmernden Vulkangipfel erfolgt auf einem deutlich sichtbaren Pfad. Er windet sich über den schmalen Kamm am Kraterrand hinauf, am Wegrand erkennen wir einige heiße Stellen. Schließlich führt der Pfad über einen scharfen Grat zum eigentlichen Gipfel. Vom hintersten Punkt haben wir einen grandiosen Blick über die gesamte Küstenlandschaft.

Nach dem Abstieg vom Volcán Teneguía folgen wir dem durch Steinreihen markierten GR-131 abwärts. Fast schwarz sind die weiten Flächen der Lavalandschaft, durch die wir wandern, der Bewuchs ist spärlich. Mehrmals müssen wir die Asphaltstraße überqueren, die von Los Canarios abwärts zu den Leuchttürmen führt. Schließlich erreichen wir den großen Parkplatz an der Küste.

 

 

Faro de Fuencalient – Saline Teneguía

El Faro de Fuencaliente, der alte Leuchtturm, stammt aus dem  Jahr 1899 und ist der zweite Leuchtturm, der auf La Palma errichtet wurde. Heute ist er ein Industriedenkmal mit kleinem Museum. Daneben steht der neue, 1984 errichtet Leuchtturm. Hinter den beiden Türmen befindet sich ein Besucherzentrum mit einer Bar und schöner Terrasse.

Neben dem Besucherzentrum breitet sich die Saline Teneguía aus. Seit 1967 wird hier das Meerwasser in speziell angelegten Becken verdunstet. Das traditionell handwerklich gewonnene Speisesalz ist unter dem Namen Sal Marina Teneguía in der Saline und in den Supermärkten der Insel zu erhalten.

 

 

Rückweg

Der Rückweg ist ein langer, beschwerlicher Aufstieg durch die schwarzen Lavafelder auf einem Lavagruspfad.

 

 

 

Dieter Moßbrucker

Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse.
Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.
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