Wanderung in die Ruinaulta-Rheinschlucht

Wanderung vom Zusammenfluss der Rheine in die Ruinaulta-Rheinschlucht

Ruinaulta-Rheinschlucht
Die Ruinaulta-Rheinschlucht ist eine bis zu 400 Meter tiefe und rund 13 Kilometer lange Schlucht des Vorderrheins zwischen Ilanz und dem Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei Reichenau im Kanton Graubünden. Alles begann vor 10.000 Jahren. Zwischen dem Flimserstein und dem Piz Grisch brachen über 10.000 Millionen Kubikmeter Fels ab. Das Vorderrheintal verschwand bis hinunter nach Reichenau unter einer gigantischen Schuttmasse. Da der Vorderrhein nicht mehr abfliessen konnte, wurde auf einer Länge von circa 25 km ein See aufgestaut. Dann machte sich der Rhein an die Arbeit und schuf den spektakulären Schweizer «Grand Canyon»: die Rheinschlucht oder in romanisch Ruinaulta mit ihren steilen Kalksteinklippen und imposanten Felsformationen.

Einziger durchgehender Verkehrsweg durch die Schlucht ist die Strecke der Rhätischen Bahn, die von Rheichenau-Tamins nach Disentis/Mustér führt und dann weiter über den Oberalppass nach Andermatt. Unsere Rundwanderung wird ganz wesentlich durch diese Bahnlinie geprägt.

Startpunkt unserer Rundwanderung ist Reichenau am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein und führt zunächst den Vorderrhein entlang nach Trin-Station. Hier überqueren wir den Rhein über eine 100 Meter lange Hängebrücke (Punt Ruinaulta). Es folgt ein kurzer, steiler Anstieg. Auf dem weiteren Weg machen wir einen kurzen Abstecher zur Ruine Wackenau und der Aussichtplattform nahe bei der Ruine mit tollem Blick in die Schlucht. Durch den Bonaduzerwald wandern wir gemütlich zurück nach Reichenau.

volle Distanz: 12.1 km
Maximale Höhe: 711 m
Minimale Höhe: 590 m
Tour-Datum 31.05.2018
Region Graubünden – Surselva
Ausgangspunkt Reichenau-Tamins
Endpunkt Reichenau-Tamins
Schwierigkeit leichte Wanderung
Zeitbedarf 4 – 5 Stunden
Distanz 12 km
Aufstieg 150 m
Abstieg 150 m
Strecke Bahnhof Reichenau-Tamins (604) – Station Trin (611 m) – Brücke Punt Ruinaulta (615 m) – Ruine Wackenstein (750 m) – Reichenaus-Tamins (604)
Verpflegung
Bemerkungen
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Ruinaulta

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Bei Reichenau-Tamins fließen zwei Rheine zusammen und bilden den eigentlichen Rhein: von links der Vorderrhein, der vom Oberalppass kommt, von rechts der Hinterrhein, der von Splügen am San-Bernardino-Pass kommt, und in der Mitte der Rhein, der zum Bodensee fließt.

Ruinaulta-Rheinschlucht

Der Wanderweg am Vorderrhein entlang schlängelt sich zwischen Fluss und Rhätischer Bahn.

Ruinaulta-Rheinschlucht

 

Ruinaulta-Rheinschlucht

Nach knapp 5 Kilometer erreichen wir die Station Trins der RhB. Der eigentliche Ort liegt hoch oberhalb der Schlucht.

Kurz hinter Trins überqueren wir den Vorderrhein auf der Punt Ruinaulta (rätoromanisch für Rheinschluchtbrücke). Die mit Kanthölzern belegte und von Stahlträgern gehaltene Punt Ruinaulta weist eine Länge von 105 Metern auf. Die Betonstelen an den beiden Ufern müssen Zugkräfte von 100 Tonnen ausgleichen. Da der Quader am linksrheinischen Ufer erheblich grösser ist als das gegenüberliegende Pendant und die Stahlträger ihren Kulminationspunkt dadurch nicht in der Mitte der Brücke haben, wirkt das asymmetrische Konstrukt besonders dynamisch.

Ruinaulta-Rheinschlucht

Ruinaulta-Rheinschlucht

Nach der Brücke müssen wir gut 150 Höhenmeter steil aufwärts steigen. Dann wandern wir bequem, mit herrlichen Blicken von oben in die Schlucht, durch den Bonaduzerwald. Ein  kleiner Abstecher führt uns zur Ruine Wackenau, die auf einem Felssporn steil über der Schlucht thront.

 

Auf dem letzten Wegstück nach Reichenau werden wir begleitet durch die roten Züge der Rhätischen Bahn: die eine Bahnlinie führt von Rheichenau-Tamins entlang des Vorderrheins nach Disentis/Mustér und dann weiter über den Oberalppass nach Andermatt, die zweite Bahnlinie, die Albula-Linie führt von Reichenau-Tamins entlang des Hinterrheins nach  Thusis und weiter nach St. Moritz.

 

 

Dieter Moßbrucker

Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse.
Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.
Dieter Moßbrucker

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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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