Sipplinger Berg

Sipplinger Berg: Blütenweg – Hödinger Tobel – Churfirsten – eine Panoramawanderung vorbei an Naturdenkmälern am Nordwestende des Bodensee

sipplinger_berg_01Der Blütenweg bei Sipplingen zählt im Frühjahr zu den schönsten Wanderwegen am Bodensee. Im April blühen hier die Obstbäume und der Wanderweg führt über lange Strecken durch ein einziges Blütenmeer.

Das Naturschutzgebiet Hödinger Tobel umfasst fast 28 Hektar. Auf einer Länge von etwa zwei Kilometern überwindet der Tobelbach ungefähr 170 Meter Gefälle Richtung Bodensee und endet bei Süßenmühle. Dieser tiefe Einschnitt mit Hangrutschungen, Quellschichten und Kalktuffbildungen ist das Werk einer starken nacheiszeitlicher Wassererosion im weichen Molassesandstein.

Die Sieben Churfirsten sind pfeilerartige, fünf bis sieben Meter hohe Sandsteinfelsen, die in der Nacheiszeit durch Erosion von Regen und Wind entstanden sind. Der Name der Felsformation soll sich von den Kurfürsten herleiten, die mit Ihren Mützen den Felsen ähnlich sehen. Die „Mützen“ der Felsen bestehen aus härterem Gestein, das den darunterliegenden Sandstein vor Abtragung geschützt hat.

volle Distanz: 13.25 km
Maximale Höhe: 621 m
Minimale Höhe: 391 m
Tour-Datum 10. April 2016
Region Deutschland – Bodensee
Ausgangspunkt Sipplingen, Parkplatz P1 am westlichen Ortseingang an der B31
Endpunkt Sipplingen
Schwierigkeit leichte Wanderung; für den Hödinger Tobel ist Trittsicherheit notwendig
Zeitbedarf 4 – 5 Stunden
Distanz 13,5 km
Aufstieg 550 m
Abstieg 550 m
Strecke Sipplingen – Blütenweg – Pfaffental – Roßhimmel – Haldenhof – Zimmerwiese – Hödinger Tobel – Churfirsten – Burghalde – Sipplingen
Verpflegung Haldenhof – Sipplingen
Bemerkungen zur Zeit ist der Hödinger Tobel offiziell gesperrt, die Stege sind teilweise zerstört, der Weg ist an einigen Stellen abgerutscht
die Parkplätze in Sipplingen sind gebührenpflichtig
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Sipplinger Berg

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Vom Parkplatz geht es zunächst relativ steil aufwärts. Schnell erreichen wir den Blütenweg und genießen den schönen Weg durch die blühenden Streuobstwiesen. Der Weg verläuft eben am Waldrand entlang mit herrlichen Blicken auf den Bodensee und den Bodanrück mit der Ruine Bodman.

Blütenweg

Blütenweg

Blütenweg - Blick nach Bodman

Blütenweg – Blick nach Bodman

Pfaffenwinkel

Pfaffenwinkel

Nach gut zwei Kilometer erreichen wir das Pfaffental. Hier wenden wir uns nach rechts und wandern in das dunkle Tal hinein und hinauf. Auf schattigen Serpentinen geht es hinauf zum Roßhimmel mit Blick auf den Buohof. Auf schmalem Weg geht es nun ostwärts im Wald und eben vorbei am Künstberg zum umtriebigen Haldenhof mit Biergarten und schönem Blick über den Bodensee bis zu den schneebedeckten Alpen.

Pfaffental

Pfaffental

Pfaffental

Pfaffental

Buohof

Buohof

Haldenhof

Haldenhof

Der Weg führt nun immer an der Hangkante entlang zum Aussichtspunkt Zimmerwiese – hier laden Bänke und eine Grillstelle zur Rast ein. Weiter geht es in leichtem Auf und Ab vorbei an einer weiteren Grillstelle mit Schutzhütte zu einem Umspannwerk.

Blühender Kirschbaum

Blühender Kirschbaum

Blick auf den Bodensee

Blick auf den Bodensee

Zimmerwiese

Zimmerwiese

Zimmerwiese

Zimmerwiese

Umspannwerk

Umspannwerk

Kurz darauf wenden wir uns in den Wald und erreichen den Abzweig zum Hödinger Tobel.

Seit Mitte Mai 2015 ist der Weg durch den Hödinger Tobel gesperrt. Ein Unwetter hat den Weg und die Metallstege teilweise zerstört.

Seit Mitte Mai 2015 ist der Weg durch den Hödinger Tobel gesperrt. Ein Unwetter hat den Weg und die Metallstege teilweise zerstört.

In dieser engen und feuchten Schlucht führt der Weg zwischen hoch aufragenden Molasse-Felswänden steil abwärts, überwindet eine Steilstufe mittels schmaler, ungesicherter Holzstufen und verläuft anschließend entlang dem Tobelbach. Hier wurden der Weg und die Metallstege streckenweise weggespült, der Abstieg ist nicht leicht. Eine noch intakte Metallleiter führt an einem kleinen Wasserfall entlang nach unten und zum Ausgang der Schlucht. Hier müssen wir über den Bach, gleich darauf passieren wir einen oberhalb der Süßenmühle angelegten kleinen Stauweiher.

 

Bei den Gebäuden der Mühle wenden wir uns westwärts und steigen durch Wiesen zu einem kleinen Parkplatz an. Geradeaus gelangen wir an den Waldrand und wenden uns kurz darauf nach links zu den Churfirsten. Die Felstürme sind vom Weg aus nicht zu sehen, der Abzweig ist markiert. Bis zu 7 Meter hoch sind diese Felszinnen, die durch Erosion aus dem umgebenden Gestein herausgearbeitet wurden. Diese Säulen konnten überdauern, da ihre Spitzen durch härtere »Felshüte« vor Verwitterung und Abtragung besser geschützt sind. Von den ursprünglich sieben Felsen stehen noch fünf; vor hundert Jahren sollen es sogar noch 18 gewesen sein.

Churfirsten

Churfirsten

Churfirsten

Churfirsten

Churfirsten

Churfirsten

Churfirsten

Churfirsten

Von den Churfirsten kehren wir zurück auf den eigentlichen Wanderweg und erreichen den Fuß der bewaldeten Erhebung Burghalde. Nach einem undeutlichen Wiesenweg ohne Markierung,  der wenig später in einen steil fallenden Hohlweg übergeht, passieren wir am Ortsrand von Sipplingen den Sportplatz und folgen der Straße hinunter in den alten Ortskern mit Fachwerkhäusern und der barock ausgestatteten Kirche St.Martin und Georg.

Narrenbrunnen in Sipplingen

Narrenbrunnen in Sipplingen

Durch eine Unterführung gelangen wir an das Ufer des Überlinger Sees und nach rechts durch eine Grünanlage am Ufer zum Strandbad. Hier führt eine Rad- und Fußgängerbrücke über die stark befahrende B31 und direkt zum Ausgangspunkt zurück.

 

Dieter Moßbrucker

Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse.
Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.
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