Löffeltal – Höllental – Ravennaschlucht

Rundwanderung durch das Löffeltal in das Höllental und durch die Ravennaschlucht zurück nach Hinterzarten

Ravennaschlucht

In der Ravennaschlucht

Drei Schluchten bzw. Täler und ein Hochmoor sind die Höhenpunkte dieser Wanderung. Hinzu kommen einige alten Mühlen und Sägen und ein impossantes Eisenbahnviadukt der Höllentalbahn. Der Heimatpfad Hochschwarzwald durch das Löffeltal in das Höllental, durch die Ravennaschlucht, über die aussichtsreichen Ausläufer der Breitnau in das Hinterzartener Hochmoor und zurück nach Hinterzarten zählt zu den attraktivsten Wanderwegen im Naturpark Südschwarzwald. Wegen der zahlreichen durch Lehrtafeln erläuterten Schauobjekte am Wegrand – z.B. Klopfsäge, Wassermühle, Seiltriebwerk – ist er schon fast als »Freilichtmuseum« zu bezeichnen.

volle Distanz: 11.63 km
Maximale Höhe: 1012 m
Minimale Höhe: 715 m
Tour-Datum 23. April 2017
Region Deutschland, Süddeutschland
Ausgangspunkt Hinterzarten, Parkplatz am Bahnhof
Endpunkt Hinterzarten
Schwierigkeit leichte Wanderung
Zeitbedarf 4 – 5 Stunden
Distanz 12 km
Aufstieg 300 m
Abstieg 300 m
Strecke Hinterzarten-Bahnhof (885 m) – Hofgut Sternen (720 m) – Ravennaschlucht – Ödenbach (940 m) – Steierthäussle (1.010 m) – Hinterzartener Hochmoor (890 m) – Hinterzarten-Bahnhof (885 m)
Verpflegung Hinterzarten, Hofgut Sternen, Ravennasäge
Bemerkungen bei Nässe kann der Weg in der Ravennaschlucht rutschig sein
GPX-Datei

Von Hinterzarten in das Löffeltal

Vom Parkplatz beim Bahnhof in Hinterzarten wandern wir westwärts durch den Ort. Bei der Eisenbahnbrücke zweigt der Löffeltalweg ab. Auf diesem kommen wir zur ehemaligen Hinterzartener Löffelschmiede. Hier wurde 1818 die ursprüngliche Öl- und Mahlmühle von 1792 aufgekauft und eine Löffelschmiede dazu gebaut. Es wurden jährlich 100 Zentner Eisen zu 10.000 Dutzend Löffeln verarbeitet, die im Zinnhäusle verzinnt wurden. Bis 1921 war die Mühle in Betrieb. Die nächste Station auf unserem Freilichtmuseumsweg ist die Klingenhofsäge, in deren Inneres wir einen Blick werfen können. Beim weiteren Abstieg durch das Löffeltal kommen wir dann noch an der historischen Hochgangsäge vorbei.

 

Im Höllental

Das Löffeltal mündet in das Höllental. Das teilweise schluchtartig schmal und tief eingeschnittene Höllental bildet seit Jahrhunderten den Hauptanfahrtsweg von der Freiburger Bucht zu den Hochflächen hinter der Zarten, zum Titisee und zur Baar. Vor uns liegt das Gelände des Hofguts Sternen mit Bushaltestelle und Spielplatz, gegenüber dem Hotel befindet sich eine Glasbläserei. Wir durchqueren das Gelände und biegen gleich hinter dem Hotel rechts in Richtung Ravennaschlucht ab. Vor uns erhebt sich die beeindruckende 36 m hohe Ravennabrücke, auf der die Höllentalbahn über die Schlucht fährt. Kurz vor der Brücke steht eine weitere historische Säge.

 

Durch die Ravennaschlucht

Unter der Ravennabrücke hindurch wandern wir zum Eingang der Ravennaschlucht. Ein schmaler Pfad mit Treppen und Leiterm führt durch die eindrucksvolle Schlucht mit ihren Wasserfällen; da die Schlucht so tief eingeschnitten ist und das Wasser so laut braust, sieht und hört man nichts von der nahen Bundesstraße. An rauschenden Wasserfällen und der Großjockenmühle vorbei erreichen wir schließlich das  Ende der unteren Ravennaschlucht. Hier steht eine weitere ehemalige Löffelschmiede, die den Wanderern Wegzehrung an einem Kiosk anbietet. Durch die obere Ravennaschlucht gelangen wir auf die freie Hochfläche bei Ödenbach, oberhalb von Hinterzarten.

 

Zurück nach Hinterzarten durch das Hochmoor

Nach der Ravennaschlucht führt uns der Weg über die Hochebene und den Rössleberg in das Hinterzartener Hochmoor. Hier geht der Weg in einen Bohlenweg über, der durch das nasse Hochmoor mit seinen Birken und Wollgräsern führt. Bemerkenswert neben der typischen Pflanzen- und Tierwelt ist beim Hinterzartener Hochmoor seine Lage auf einer Wasserscheide: das Wasser aus dem Moor fließt einerseits nach Westen in den Rotbach und in das Höllental ab, andererseits nach Osten in die Gutach und Wutach. Das Hinterzartener Moor ist mit einer Fläche von rund 70 Hektar der größte Hochmoorkomplex im Naturpark Südschwarzwald.

 

 

Dieter Moßbrucker

Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse.
Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.
Dieter Moßbrucker

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Über uns Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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