Kevo-Naturreservat

Wanderung im Kevo-Naturreservat zu Finnlands einzigartiger Talschlucht.

Das Kevo-Naturreservat befindet sich in Finnland zwischen Kaamanen und Utsjoki nördlich des Inarisees. Seine Fläche beträgt 712 km² ein und damit ist es das größte Reservat Finnlands. Es wurde 1956 gegründet, um die einzigartige Talschlucht des Kevo-Canyon zusammen mit einem Teil der umliegenden Fjälllandschaft zu schützen. Das Kerngebiet wird von der 40 Kilometer langen und stellenweise über 100 Meter tiefen Schlucht eingenommen. Unsere Wanderung umfasst die erste Etappe des Kevo-Weitwanderweges, der 62 km lang ist und südwärts nach Sulaoja an die Straße Karigasniemi-Inari führt. Dabei erreichen wir sowohl einen herrlichen Aussichtspunkt auf den Canyon als auch den Talgrund.

Tour-Datum 24. August 2021
Region Finnland, Lappland, Utsjoki
Ausgangspunkt Parkplatz an der Straße E 75 Inari-Utsjoki, an der westlichen Straßenseite 15 km südlich von Utsjoki, 79 km nördlich von Inari
Anforderungen leichte Wanderung auf gut ausgebautem Wald- und Fjällpfad, auf meist trockenen Wald- und Heideböden
Moorquerungen sind mit Holzbohlen ausgebaut
leichtes Schuhwerk ist ausreichend
orange Markierungen anden Bäumen
Distanz 17,5 km (hin- und zurück)
Gehzeit 5 – 6 Stunden
Höhenunterschied 250 m
Hinweis Aus Naturschutzgründer darf das Reservat zu Fuß nur vom 1. Mai bis 15. Oktober betreten werden, für das Schluchtengebiet gilt allerdings vom 1. April bis 14. Juni ein absolutes Betretungsverbot!

Vom Ausgangspunkt mit Info-Tafel führt eine Holztreppe gut 30 Höhenmeter in den Wald hinauf. Während des ersten, steinigen Wegstückes durch Kiefernwald überwinden wir 130 Höhenmeter und kommen so zur Grenze des Schutzgebietes.

Danach geht es über das Fjällplateau durch Birkenwald zum Zeltplatz Silkeäja. Das folgende Wegstück lauft beinahe eben über das Hochfjäll auf einem weichen Pfad, teils auf Heide-, teils auf Sandboden. Ein fast 400 Meter langer Bohlenweg bringt uns zu einer Bachquerung, danach wandern wir auf einem schmalen Landrücken zwischen zwei Seen dahin.

Nach einer Weile beginnt der Weg sich hinab zu senken und erreicht nach einer kurzen Bachquerung den Rastplatz Guoikgähoitäja. Dieser Platz liegt in einer Senke oberhalb der Schlucht. Kurz darauf treffen wir auf kurze Seitenpfade, die zu tollen Aussichtspunkten auf die Kevo-Schlucht führen. Das Gelände bricht hier vor uns etwa 80 Meter ab.

Der folgende Wegabschnitt zum Zeltplatz Beahcelävojävrrit läuft zuerst mit mäßigem Auf und Ab an der oberen Hangkante entlang und führt dann über eine lange Holztreppe zum Talboden hinab. Zuerst queren wir lichten Kiefernwald, dann führt der fast direkt Richtung Süden verlaufende Pfad an Seen und Waldmooren vorbei. Zuletzt wandern wir durch Birkenwald zum Zeltplatz Beahcelävojävrrit.

Hier ist für uns Schluß – für die Weitwanderer steht die erste Flussquerung an: mit Handbügeln an einem quer über den Kevojoki gespannten Stahlseil watet man hier durch den Fluss.

Wir kehren hier um und wandern auf demselben Weg zurück.

Dieter Moßbrucker
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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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