Malerische Rundwanderung auf dem HochAlbPfad Hossinger Hochalb am Albtrauf entlang zur Hossinger Leiter und zum Baienberg.
Der gut 11 Kilometer lange HochAlbPfad Hossinger Hochalb schlängelt sich malerisch am Albtrauf entlang. So beglückt er uns mit wunderschönen Traufpassagen mit wundervollen Aussichten über das Albvorland bis zum Schwarzwald und gen Osten zur Filderhochfläche vor Stuttgart. Ein Höhepunkt bei dieser Tour ist die Hossinger Leiter: eiserne Stufen führen an der weißgrauen und verwitterten Juragesteinswand in das Lauterbachtal hinab – ein lohnender Abstecher.
Tour-Datum | 12. September 2022 |
Region | Deutschland, Baden-Württemberg, Zollern-Alb |
Ausgangspunkt | Hossingen, Parkplatz Heimberg |
Anforderungen | mittelschwere Wanderung, teilweise schmale Pfade, sehr gut markiert |
Distanz | 11,2 km |
Gehzeit | 4 – 5 Stunden |
Höhenunterschied | 300 m auf- und abwärts |
Einkehr | Hossingen |
GPX-Datei |
Wir starten mit unserer HochAlbPfad-Wanderung auf dem Wanderparkplatz Heimberg in ca. 900 m Höhe. Östlich von uns erhebt sich der waldbedeckte Heimberg (943 m). Durch den Wald führt uns der Weg zum Traufrand und am Trauf entlang um den Heimberg.
Der Pfad tritt aus dem Wald und wir erreichen den Kübelehansfels mit toller Aussicht. Hier soll die Sagengestalt Kübele-Hannes, die im nahen Stadtteil Albstadt-Lautlingen zu Fasnetsfigur-Ehren gekommen ist, einen unrühmlichen Tod gefunden haben:
In Hossingen, dessen Bewohnern längst nahe geht, dass die Lautlinger Markung ihrem Ort so nahe liegt, geht die Sage vom Kübelehans. Vor alter Zeit lief ein Lautlinger namens Kübel auf Hossingen zu und Hossinger liefen auf Lautlingen zu, und wo sie sich trafen, sollte die Grenze sein. Der schlaue Kübel aber hatte sich vertragswidrig zu bald auf den Weg gemacht und kam nahe bis an das Dorf Hossingen. Vorher hatte Lautlinger Erde in seine Schuhe und einen Löffel unter seinen Hut gethan und beschwor nun, er stehe auf Lautlinger Boden, so wahr ein Schöpfer über ihm sei. Die Hossinger verloren dadurch viele Äcker und waren sehr erbost. Der Kübel erhängte sich nachher und ward in einem Fas begraben ganz nahe der Hossinger Markung. Aber Ruhe hat er nicht, denn in der Adventszeit ist er dabei, wenn die Leute beim Vorübergehen des Nachts sehen, dass Geister mit feurigen Prügeln auf einander schlagen.
Quelle: Narrenzunft Kübele-Hannes Lautlingen e.V.
Steile Stufen führen uns nun hinab zur Versperhütte mit Grillplatz oberhalb der Hossinger Leiter. Die eisernen Brücken und Leitern der Hossinger Leiter, die sich an den kalten, weißgrauen Jurafels schmiegen, bringen uns zum staunen. Noch vor 100 Jahren war der Weg über die damals hölzernen Leitern der einzige Zugang vom Albdörfchen Hossingen zur Talgemeinde Lautlingen, der kürzeste Weg zur Zollernalbbahn und zum Arbeitsplatz.
Weiter geht es über grüne Wiesen nach und durch Hossingen und hinab zu einem markanten Felsklotz. Hier liegt, besser lag die Burgruine Hossingen, denn von der Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert sind lediglich Mauerreste und Gräben erhalten.
Wald und Waldrand geleiten uns zum Weiler Michelfeld, von Weiden und Pferdekoppeln umgeben, und weiter zum Spitzfelsen. Hier haben wir einen schönen Ausblick ins Bäratal und nach Tieringen.
Weiter folgen wir der Kante und schließlich kurz aufwärts auf den Baienberg (975 m). Hier macht eine kleine Lichtung Platz für die Aussicht.
Durch Wald und über Felder wandern wir schließlich in aller Ruhe zurück zum Wanderparkplatz. Hier gibt es zum gemütlichen Abschluss unserer Zollern-Alb-Wandertage einen heißen selbst gekochten Kaffee.
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