Märzenbecher-Wanderung

Frühjahrswanderung an der Oberen Donau zu den Märzenbecher im Hintelestal und zur Mühlheimer Felsenhöhle und Kolbinger Höhle

Märzenbecher-Wanderung

Der Frühling steht vor der Tür! Im Hintelestal bei Mühlheim an der Donau im Herzen des Naturparks Obere Donau blühen schon die ersten Märzenbecher. Wenn man das Tal betritt, fragt man sich, wie angesichts der ersten spärlichen Sonnenstrahlen in der wilden, vermoosten und engen Talsohle mit seinen Felsen schon etwas wachsen soll. Doch mit einem mal eröffnet sich dem Auge ein Meer von Märzenbechern, die sich zu Tausenden wie kleine Lichter auf den dunklen, braunen Böden zeigen. Märzenbecher soweit das Auge reicht. Faszinierend.

Dieses besondere Naturschauspiel möchten wir erleben, und so planen wir Wanderung an der Donau.

Doch der Rundweg hat noch viel mehr zu bieten:

Er beginnt am Friedhof von Mühlheim an der Donau, zu dem bereits zwei schöne alte Kapellen, die Galluskirche und die Veitskapelle gehören. Zunächst gehen wir ein Stück auf dem Donauberglandweg, der hier durchkommt. Bereits beim Aufstieg sehen wir zahlreiche Pflanzen, ehe wir die Mühlheimer Felsenhöhle erreichen. Die Felsenhöhle wurde 1912 erschlossen, ist aber im Regelfall verschlossen und nur an Christi Himmelfahrt zu besichtigen.

Nicht viel später erreichen wir den Gelben Felsen mit einer schönen Aussicht auf das Obere Donautal. Besonders beeindruckt uns das Hochwasser der Donau. Die Regenfälle der letzten Tage haben das Donautal zu einer Seenlandschaft werden lassen.

Nun folgt ein längeres und ruhiges Stück Weg im Wald oberhalb der Donau mit vielen Ausblicken.

Schließlich gelangen wir zur Kolbinger Felsen-Hütte, die zu einer gemütlichen Rast einlädt. Unterhalb der Hütte befindet sich der Eingang zur Kolbinger Höhle . Das Naturdenkmal liegt in den Felsenkalken des Weissen Jura und ist die einzige Schauhöhle auf der Südwestalb. Der Schauhöhlenteil ist rund 90 m lang und mit Tropfsteinen reich geschmückt. In den Wintermonaten dient die Höhle vielen Fledermäusen als Winterquartier. Um den Winterschlaf der Tiere nicht zu stören, ist die Höhle erst ab Ostern geöffnet.

Nach der Rast an der bewirtschafteten Felsen-Hütte wandern wir wieder durch den Wald zurück zum Hintelestal, in das wir nun von oben einsteigen. Wir laufen durch das komplette kleine Nebental mit seinen unendlich vielen Märzenbechern und münden unten in das Donautal.

Nun geht es ein Stück auf dem Donauradweg zurück Richtung Mühlheim. Auch hier begeistern uns die wunderschönen Anblicke auf die Felsenlandschaft, die Wacholderheide und immer wieder brache Abschnitte der Donau, die heute größtenteils überschwemmt sind.

In den Wulfbachauen, kurz vor Mühlheim, haben sich in einem Altarm der Donau, der direkt an den Bahndamm angrenzt und durch einen Bach mit der Donau verbunden ist, Biber angesiedelt. Eine Informationstafel am Donauradweg informiert über die Biber und das Naturschutzgebiet.


Die Eckdaten der Wanderung

Tour-Datum16. März 2019
RegionObere Donau
AusgangspunktMühlheim an der Donau
Anforderungenleichte Wanderung
Distanz9 km
Gehzeit3 – 4 Stunden
Höhenunterschied250 m
EinkehrKolbinger Felsenhütte
GPX-Datei
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Märzenbecherwanderung

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Bilder der Wanderung

Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse.
Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.
Dieter Moßbrucker

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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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