Lotenbachklamm

Rundwanderung durch die Lotenbachklamm und Wutachschlucht

Lotenbachklamm

Lotenbachklamm

Die Lotenbachklamm ist ein 1,5 km langer Seitenarm der Wutachschlucht. Der Lotenbach fließt zunächst noch gemächlich zwischen Granitfelsen dahin, um nach einigen hundert Metern in die wilde Klamm mit ihren Wasserfällen, Tosbecken und Felsen einzutreten. Die Mündung in die Wutach ist nahe bei der Schattenmühle. Von hier aus führt der Wanderweg oberhalb der Wutach flussaufwärts zum Räuberschlössle und zur Stallegger Brücke. Nach dem Aufstieg nach Holzschlag geht es entlang der ehemaligen Bahnlinie Lenzkirch-Bonndorf zurück zum Wanderparkplatz am Einstieg zur Lotenbachklamm.


volle Distanz: 12.75 km
Maximale Höhe: 864 m
Minimale Höhe: 673 m

Tour-Datum 8. Mai 2016
Region Deutschland, Südschwarzwald
Ausgangspunkt Wanderparkplatz an der B315 am Einstieg zur Lotenbachklamm
Endpunkt Wanderparkplatz an der B315
Schwierigkeit leichte Wanderung; in der Lotenbachklamm ist Trittsicherheit notwendig
Zeitbedarf 4 – 5 Stunden
Distanz 13 km
Aufstieg 400 m
Abstieg 400 m
Strecke Wanderparkplatz an der B315 – Lotenbachklamm – Schattenmühle – Räuberschlössle – Stallegger Brücke – Holzschlag – Wanderparkplatz
Verpflegung Schattenmühle; Holzschlag
Bemerkungen die Brücke unterhalb des Räuberschlössle über die Wutach ist zur Zeit (Mai 2016) gesperrt
GPX-Datei [wpdm_package id=4626 template=”link-template-default-icon.php”]

Beim Wanderparkplatz müssen wir nur die B315 überqueren und ein paar Meter hinabsteigen, um das obere Ende der Klamm zu erreichen. Hier warnt uns ein Schild vor den Gefahren im Naturschutzgebiet Wutachschlucht, zu dem auch die Lotenbachklamm gehört. So besteht trotz der regelmäßigen Pflege der Wege die Gefahr von Erdrutsch, Steinschlag und Wegabbrüchen. Damit sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk erforderlich. Auf den knapp 1,5 Kilometern bis zur Mündung des Lotenbachs in die Wutach genießen wir den wildromantischen Charakter der Klamm. Immer wieder kommen wir an Kaskaden vorbei, wechseln auf Brücken die Seite des Bachs oder überwinden über Treppen die Felsbrocken, die den Weg zur Mündung versperren. Dann erreichen wir die Wutach und die nahe Schattenmühle und genehmigen uns eine Kaffeepause.

 

Nach der Pause wandern wir flussaufwärts in Richtung Räuberschlössle. Auf diesem zweiten Abschnitt besitzt die Wanderung einen komplett anderen Charakter. An die Stelle des schmalen Pfads tritt  ein breiter Forstweg, der stetig bergauf zur Glöcklerhalde führt. Gut eine Stunde nach dem Start kommen wir auf offenes Terrain. Hier folgen wir weiter den Schildern des Schluchtensteigs und der rotweißen Raute des Querwegs Freiburg-Bodensee zum Räuberschlössle. Allzu viel darf man von dem Schlössle allerdings nicht erwarten, denn es handelt sich lediglich um eine Felsenburg, die im 14. Jahrhundert als Neu-Blumegg von den Herren von Blumegg auf einem steilen Quarzporphyrfelsen errichtet wurde, um im Bauernkrieg von 1525 zerstört zu werden. Nachdem die Ritter ihre vermeintlich uneinnehmbare Festung aufgegeben hatten, diente die Burg üblem Gesindel als Unterschlupf, das von hier aus die umliegenden Dörfer überfiel. Daher bekam die Festung später den Namen Räuberschlössle. Bis auf ein paar Mauerreste ist von der Burg so gut wie nichts erhalten. Dennoch lohnt sich der kurze Abstecher zur Burg wegen des hübschen Tiefblicks hinab auf die Wutach. Vom Räuberschlössle führt der Weg wieder bergab bis zur Stallegger Brücke über die Wutach. Der Übergang soll bereits 1500 v. Ch. Teil des alten Handelswegs vom Neckar zum Hochrhein gewesen sein. Wir überqueren die Brücke und wandern dann entlang des Reichenbächle hoch nach Holzschlag. Hier treffen wir auf die ehemalige Bahnlinie Lenzkirch-Bonndorf. Der alte Bahndamm ist heute ein Rad- und Wanderweg, über den wir bequem zum Wanderparkplatz an der Lotenbachklamm zurückwandern können.

 

Dieter Moßbrucker

Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse.
Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.
Dieter Moßbrucker

Letzte Artikel von Dieter Moßbrucker (Alle anzeigen)

Zum Stöbern und Weiterlesen

Über uns Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

Lust auf einen Kommentar?

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz