Konstanz-Riesenberg-Ulmisried-Tabor

Rundwanderung bei Konstanz: Riesenbergkapelle – Ulmisried – Tabor -St. Katharinen – Hockgraben.

Säntis.

Erneut sind wir unterwegs, starten unsere zweite Wanderung vom Sofa aus, umweltverträglich, nachhaltig. Erneut sind wir im Wald zwischen Konstanz, Wollmatingen und Litzelstetten unterwegs und lernen viele interessante Orte kennen: die Riesenbergkapelle, das Ulmisried, den Tabor, das ehemalige Kloster Sankt Katharinen und bei der Uni den Hockgraben mit Egger Dorfbach. Der Höhepunkt ist aber die phantastische Alpensicht vom Höhenweg und von der Riesenbergkapelle aus. Gut war’s wiederum!

Tour-Datum 27. Dezember 2020
Region Baden-Württemberg, Bodensee, Konstanz
Ausgangspunkt Höhenweg in Konstanz
Anforderungen leichte Rundwanderung auf guten Wegen
Distanz 11,1 km
Gehzeit 3 – 4 Stunden
Höhenunterschied  100 m auf- und abwärts
Einkehr
GPX-Datei
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1 Datei(en) 54.67 KB
 

Die Riesenbergkapelle wurde zu Ehren der im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten des 6. Badischen Infanterieregiments Kaiser Friedrich III. Nr. 114 errichtet. In diesem grünen Regiment dienten auch Schweizer Freiwillige. Die Kapelle selbst ist meist verschlossen, ihr Platz bietet aber eine großartige Aussicht auf Konstanz und über den See bis hin zu den Alpen.

Das Ulmisried bei Wollmattingen war ein großes, mittlerweile aber zum größten Teil abgebautes Moorgebiet. Gefunden wurde hier u.a. blauer Ton, Seekreide und Lebertorf mit Schnecken. Heute ist es ein Wiesen- und Schilftorf mit Moorerde.

Der Taborberg oder Tabor (früher Homberg genannt) im Stadtteil Wollmatingen ist eine 473,3 m hohe Bergkuppe. Bei der Bergkuppe handelt es sich um einen eiszeitlichen Drumlin. Drumlins (von irisch droimnín „kleiner Rücken“, „Höhenrücken“) sind längliche Hügel von tropfenförmigem Grundriss, deren Längsachse in der Eisbewegungsrichtung eines (eiszeitlichen) Gletschers liegt. Im Jahr 1881 errichtete der Verschönerungsverein Konstanz einen festen Turm auf der Bergkuppe, der 1947 durch einen Brandanschlag zerstört wurde. 1981 wurde der Turm wieder aufgebaut, nachdem über 100.000 DM Spendengelder eingesammelt worden waren. Dieser Turm musste 2002 wegen Einsturzgefahr gesprengt werden

Sankt Katharinen war ein im Jahr 1260 gestiftetes Kloster der Augustiner-Eremitinnen unter dem Patrozinium der hl. Katharina im Mainauwald. 1808 wurde das Kloster säkularisiert, der Besitz zugunsten des Großherzogs von Baden enteignet und versteigert. Nach mehreren Besitzerwechseln kaufte es schließlich der Großherzog von Baden als Besitzer der Insel Mainau zurück. In die gleiche Zeit fiel der Abriss der Klosterkirche wegen Baufälligkeit. Der Großherzog verpachtete die übriggebliebenen Gebäude als Gastwirtschaft, die 1965 wegen des fehlenden Wasseranschlusses schließen musste. Nachdem Ende der 1980er Jahre die letzten Bewohner das Anwesen verlassen hatten, drohte der endgültige Verfall. 2013 weihte die Lennart-Bernadotte-Stiftung, der auch die Insel Mainau gehört, den Erlebniswald-Mainau ein und eröffnete im ehemaligen Klosterhof einen Biergarten.

Der Hockgraben ist ein Feuchtbiotop, ein Wiesen- und Streuobstgebiet und gleichzeitig ein Freizeitgebiet in der Nähe der Uni Konstanz. Hier entspringen zwei Bäche: der Egger Dorfbach fließt nach Noden und mündet nahe der Insel Mainau in den Überlinger See, der namensgebende Hockgrabenbach fließt südwärts durch den Lorettowald und mündet in der Konstanzer Bucht in den Bodensee.

Dieter Moßbrucker
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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die zahlreichen spannenden und mit viel Liebe zum Detail ausgesuchten und beschriebenen Touren. Ich hoffe, bald einmal nach Konstanz zu kommen.

    • Herzlichen Dank für den lieben Kommentar. Ja, gerade in dieser Zeit lohnt es sich, auch ganz ohne Auto die nähere Heimat zu erkunden und viel Spannendes zu entdecken.

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