San Andrés – Mirador de Isora

El Hierro: Rundwanderung bei San Andrés über die Hochebene von Azofa zu den östlichen Steilküsten von El Hierro und zum Mirador de Isora.

Der Mirador de Isora liegt knapp 4 Kilometer südlich von San Andrés – mit 1.045 Metern der höchstgelegene Ort auf El Hierro. Hier hat man den wohl beeindruckendsten Panoramablick der Insel: Der Aussichtspunkt am Rand einer bogenförmigen Felswand, die bis zu 1.000 Meter über dem Meer liegt, bietet einen fantastischen Blick auf die Bucht Las Playas mit der Felsformation Roque de la Bonanza, die hier einsam aus dem Meer ragt. Auf dieser Rundwanderung über die Hochebene von Azofa erleben wir El Hierro wie aus dem Bilderbuch: eine Hochebene mit Weiden, Wiesen und kleinen Vulkankegeln, auf der die Bauern Viehzucht, Ackerbau und Obstanbau betreiben.

Tour-Datum 5. Januar 2024
Region Kanarische Inseln, El Hierro
Ausgangspunkt San Andrés, Hauptstraße im Ort
Anforderungen leichte Wanderung auf alten Caminos und kleinen Straßen
Distanz 10,3 km
Höhenunterschied 300 m ab- und aufwärts
Gehzeit 3,5 – 4 Stunden
Einkehr San Andrés, Isora
GPX-Datei

Dass wir auf El Hierro wettermäßig auf alles gefasst sein müssen, zeigt sich heute: Bei der Abfahrt unten am Meer in La Restinga ist schönstes Sonnenwetter, im 1.000 Meter höher gelegenen San Andrés wabert der Nebel von unten herauf. Aber vielleicht wird der Tag ja doch noch gut …

Wir starten unsere Nebelwanderung in San Andrés und erreichen bald freies Feld. Vorbei an zahlreichen Steinmauern, die die grünen Wiesen und Weiden begrenzen, wandern wir auf einem steinigen Pfad hinauf zu einer Anhöhe neben dem Vulkankegel der Montaña de Las Rosas (1.116 m). Weglos erklimmen wir den grünen Gipfel. Nirgendwo sonst auf El Hierro ist die Landschaft so geprägt von Feldern, die von Trockenmauern begrenzt werden. Trotz des Nebels haben wir vom Gipfel aus einen herrlichen Blick über die Felder der Hochebene.

Vom Gipfel wandern wir auf kleinen, wenig befahrenen Straßen zurück. Durch den kleinen Ort Tajace und vorbei am großen Fußballplatz von Isora erreichen wir schließlich den Mirador de Isora. Der Aussichtspunkt bietet viele gemütliche Sitzgelegenheiten und sogar Toiletten – und Nebel, aber keinen Blick hinunter auf die Küste und das Meer.

Nach einer längeren Pause, in der sich der Nebel nicht lichten will, machen wir uns auf den Rückweg. Unser Plan sieht eigentlich vor, dass wir nun auf dem schmalen Panoramaweg entlang der Abbruchkante der Steilküste zum kleinen Weiler La Cuesta wandern. Aber bei dem Nebel und der kaum vorhandenen Sicht macht das keinen Spaß. So nehmen wir die Verbindungsstraße nach La Cuesta.

Auf dem weiß-gelb markierten Wanderweg PR-EH-4 wandern wir zum Weiler Las Rosas, zunächst steil bergauf, dann flacher. Vor den ersten Häusern des Weilers zweigt der Wanderweg nach rechts ab und führt uns zurück nach San Andrés.

Und ja, es war ein guter Tag! Trotz Nebel und schlechter Sicht haben wir die Rundwanderung über die Hochebene genossen.

© wildnis-wandern.de
Dieter Moßbrucker

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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Ehemann, Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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