John Muir Trail – Unsere Ausrüstung

John Muir Trail: Unsere Ausrüstung – Zelt, Rucksack, Kocher, Bärenkanister, Wasserfilter, Trekkingschuhe, Liegematte, GPS

Noch ist scheinbar viel Zeit bis zum Sommer, bis zu unserem John-Muir-Trail. Dennoch ist es sinnvoll, rechtzeitig, also jetzt sich Gedanken über die Ausrüstung zu machen. Trekkingtouren in Skandinavien mögen ähnlich zu Trekkingtouren in der Sierra Nevada sein, aber es gibt auch wesentliche Unterschiede: so gibt es Skandinavien eher keine Probleme mit Bären und Wasserfilter sind unnötig. Wir wollen uns dennoch auf die Ausrüstungsgegenstände verlassen, die sich für uns bewährt haben, und nur da, wo es unbedingt nötig ist, Neues kaufen.

Deshalb stelle ich hier eine kleine Übersicht zusammen von wichtigen Ausrüstungsteilen, die wir auf dem John Muir Trail dabei haben wollen. Vieles davon hat sich auf unseren Trekkingtouren bewährt, das Neue beruht auf überaus hilfreichen Tipps und wird sich dann bewähren müssen.

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Zelt: Big Agnes COPPER SPUR HV UL2

Eine der wichtigsten Ausrüstungsfragen ist: Welches Zelt ist für den John Muir Trail geeignet? Da gilt es, zwei Aspekte zu berücksichtigen:

  • Die Zeltplätze auf dem JMT sind eher klein, oft hat man harten Steinboden.
  • im August ist in den Sierras zwar meistens schönes Sonnenwetter, doch kann es zu sehr kräftigen, kurzen Gewitterstürmen kommen. Diese Stürme ziehen schnell auf und sind oft lokal, in kurzer Zeit kommt enorm viel Regen runter, es kann hageln und in höheren Lagen schneien.

Das Zelt muss also leicht sein, es darf nicht zu groß sein, aber groß genug für zwei Erwachsene, und es muss auch mit wenig Abspannungen stabil stehen. Diese Bedingungen erfültt am Besten ein selbststehendes Kuppelzelt. Nach vielen Überlegungen ist es das Big Agnes COPPER SPUR HV UL2, hinzu kommt der passende Footprint. Die Heringe habe ich ersetzt durch MSR – Mini-Groundhog Stake. Das Gesamtgewicht beträgt 1,6 kg.

Rucksack: Osprey Ariel 65 bzw. Xenith 75

Hier werden wir auf unsere vertrauten und erprobten Rucksäcke Osprey Ariel 65 und Osprey Xenith 75 vertrauen. Beide Rucksäcke sind leicht, groß genug und bei Gepäck bis 20 kg sehr gut zu tragen.

Osprey Ariel 65 wiegt inkl. originalem Raincover 2,2 kg.

Osprey Xenith 75 wiegt inkl. Haglöfs-Raincover 2,63 kg.

Kocher: MSR WindBurner Duo

Auf unseren Lappland-Touren hat sich der Trangia Sturmkocher mit Gasbrenner-Einsatz super bewährt. Für den John Muir Trail wollen wir etwas neues ausprobieren: einen Kocher, der Wasser möglichst schnell zum Kochen bringt bei möglichst geringem Gasverbrauch. Jetboil und MSR haben solche im Angebot. Wir werden uns für das MSR WindBurner Duo Kochsystem entscheiden. MSR nennt es ein “Winddichtes, modulares Kochersystem für schnell zubereitete Mahlzeiten für zwei Personen auf Touren mit minimaler Ausrüstung”.

Die Kochzeit für 1 Liter Wasser soll ca. 4:30 Minuten betragen, das Gesamtgewicht ohne Gaskartusche liegt bei 600 Gramm.

Bärenkanister: Wild Ideas Expedition

Neu für uns ist, dass wir einen Bärenkanister dabei haben müssen. In den Visitor Centern kann man meistens welche ausleihen, die aber nicht so toll sind und recht schwer. Bei REI kann man BearVault-Kanister kaufen, die leicht und billig sind. Wir wollen uns einen leichten und dennoch stabilen Kanister ausleihen. Bei Wild Ideas kann man sich den Bearikade The Weekender bzw. den Bearikade The Expedition ausleihen, wenn man eine Postadresse in den USA angibt, also z.B. die Adresse eines Hotels, in dem man ein oder zwei Tage vor Tourbeginn übernachten wird. Für JMT Through Hiker gibt es dabei einen Rabatt von 45%. Vermutlich werden wir uns einen Weekender und einen Expedition ausleihen.

Der Wild Ideas The Weekender hat einen Durchmesser von 23 cm, eine Höhe von 27 cm, fasst ca. 10,6 Liter und wiegt 880 Gramm.

Der Wild Ideas The Expedition hat einen Durchmesser von 23 cm, eine Höhe von 37 cm, fasst ca. 14,7 Liter und wiegt 1.020 Gramm.

Wasserfilter: Platypus GravityWorks 2,0L bzw. MSR Trail Shot

Auf dem gesamten John Muir Trail werden wir entlang vieler Flüsse und Bäche wandern und an vielen Seen vorbei kommen bzw. campen. Es gibt also bis auf wenige Ausnahmen immer und genügend Wasser – aber: es muss gefiltert werden.

Wir werden für die Wasserversorgung im Camp ein Filtersystem von Platypus benutzen: Platypus GravityWorks 2.0L Water Filter. Es ist ein System, das ohne Pumpen auf Grund der Gravitation in nur 1 Minute 1,5 Liter gefiltertes Wasser liefert.

Das komplette System wiegt nur 310 Gramm. Bei der Ankunft im Camp in einen Baum oder an einen Felsen hängen, warten bzw. etwas anderes machen – und nach 2 Minuten haben wir 2 Liter sauberes Wasser.

Unterwegs auf dem JMT wollen wir einen MSR Trail Shot Microfilter verwenden. Der Winzling wiegt nur 142 Gramm, hat eine Größe von 6 x 15 cm, passt in jede Hosentasche und liefert jederzeit schnell sauberes Trinkwasser aus jeder Quelle, die wir unterwegs antreffen. Der Filter kann mit einer Hand bedient werden und filtert einen Liter Wasser in nur 60 Sekunden.

Zur Entkeimung von Wasser eignen sich Tabletten sehr gut, z.B. Katadyn Micropur MP1. Nach allen Informationen scheint das auf dem JMT unnötig zu sein – dennoch: eine Packung werden wir dabei haben.

Trekkingschuhe: Meindl Litepeak Lady GTX bzw. Salewa Mtn Trainer GTX

Nichts ist schlimmer bei einer Wanderung, egal ob ein- oder mehrtägig, als Blasen. Deshalb sind passende und gut eingelaufene Schuhe essentiell. Zusätzlich spielt der Zustand der Wege – Graswege, Felswege, Kletterstellen – und das Gewicht des Rucksacks eine große Rolle. Für uns haben sich zwei relativ neue Schuhe bei mehreren Wanderungen und Trekkingouren bewährt, die wir auch für den John Muir Trail wählen werden.

Meindl Litepeak Lady GTX

Salewa Herren Mountain Trainer Mid GTX

Genauso wichtig sind gute Strümpfe. Hier greifen wir auf bewährte Modelle von Falke bzw. Smartwool zurück.

Liegematte: Therm-a-Rest PROLITE PLUS

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Liegematten: selbstaufblasende Isomatten und Thermo-Luftmatrazen, die mit einer Pumpe aufgeblasen werden. Luftmatrazen haben zwei Nachteile: es kann eine Naht platzen, dann werden sie leicht unbequem, und sie machen bei jeder Bewegung unheimliche Geräusche. Bewährt haben sich auf unseren bisherigen Trekkingtouren selbstaufblasende Isomatten von Therm-a-Rest. Ein guter Kompromoss zwischen Gewicht und Mattendicke ist die Therm-a-Rest PROLITE PLUS. Sie hat eine Mattendicke von 3,9 cm bei einem Gewicht von 710 Gramm.

Satelliten-Kommunikation: Garmin inReach Mini

Dieses kleine Satelliten-Kommunikationsgerät soll im Notfall unser Leben retten. Mit dem Garmin inReach Mini kann man SMS-Nachrichten senden und empfangen, die Tour tracken und mit anderen teilen und, falls notwendig, überall auf der Welt einen SOS-Notruf an die rund um die Uhr besetzte GEOS-Notrufzentrale auslösen. Die weltweite Iridium-Abdeckung ermöglicht eine 100%ige global verfügbare Kommunikation. Zum Betrieb des inReach Mini ist ein Satelliten-Abonnement erforderlich, das als Jahres- oder Monatsvertrag abgeschlossen werden kann.

Das Gerät verfügt über eine Basis-Navigation via Kompass, der Peilung und Distanz zu einem beliebigen Wegpunkt ermöglicht. Mit der kostenlosen Earthmate-App lässt sich der Funktionsumfang deutlich erweitern.

GPS-Navigation: Garmin GPSMAP 64s

Der Weg des John Muir Trails ist eigentlich immer gut sichtbar, allerdings ist er weitestgehend unmarkiert und wenig beschildert. Bei Nebel oder Schneefall kann dann die Orientierung schwierig werden. Hier hilft ein GPS-Navigationsgerät anhand vorbereiteter Wegpunkten, Tracks und Routen bei der Positionsbestimmung und Orientierung.

Beim Garmin GPSMap 64s handelt es sich um ein GPS-/GLONASS-Navigationshandgerät. Es verfügt über ein 2,6-Zoll-Farb-TFT-Display ohne Touchscreen-Funktion mit einer guten Auflösung. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich Karte und Wegroute gut ablesen. Für einen perfekten Empfang ist das Gerät mit einer hochempfindlichen Quad-Helix-Antenne ausgestattet. Das GPSMAP 64s liegt sehr angenehm in der Hand und macht einen soliden Eindruck.

Die JMT-Route habe ich am PC mit den beiden kostenlosen Garmin-Programmen Mapsource und Basecamp durchgeführt, die verwendete Karte ist die kostenlose USA Pacific OSM Topo Routable.

Die Teile des JMT-Berichts

Dieter Moßbrucker
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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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