Rundwanderung durch das Felslabyrinth Paraje Natural Torcal de Antequera im Herzen Andalusiens.

El Torcal liegt etwa 15 Kilometer südlich der Stadt Antequera (auch das „Herz von Andalusien“ genannt) und 55 Kilometer nördlich von Málaga auf einer Höhe zwischen 1.100 und 1.370 Metern. Mit seinen außergewöhnlichen Karstformationen gehört der Naturpark zu den eindrucksvollsten Landschaften Spaniens. Horizontal abgelagerte Kalksteinschichten wurden durch Erosion zu bizarren Türmen, Becken, Plateaus und Ketten geformt. Manchmal sieht es aus, als hätten die Riesen Pfannkuchen aufeinander gestapelt.
Tour-Datum | 12. April 2023 |
Region | Spanien, Andalusien |
Ausgangspunkt | Parkplatz am Centro de Visitantes del Torcal de Antequera |
Anforderungen | leichte Wanderung auf schmalen und felsigen Pfaden, hervorragend markiert |
Distanz | 1,9 km |
Gehzeit | 1,5 – 2,5 Stunden (je nach Pausen) |
Höhenunterschied | unwesentlich |
Einkehr | Centro de Visitantes del Torcal de Antequera |
GPX-Datei |
Betrachtet man die aus ovalen Felsplatten geschichteten Karstsäulen, die in ihrer filigranen Struktur fast den Regeln der Physik trotzen, so könnte man fast vermuten, dass sie nicht in Jahrmillionen durch Erosion und Verwitterung entstanden sind, sondern von mystischen Riesen wie Spielzeugburgen aufeinander gestapelt wurden. Kaum zu glauben, dass hier oben einmal ein Meer alles bedeckte, aus dessen Muscheln sich Kalkablagerungen bildeten. Nach und nach lagerten sich die Sedimente ab und es bildeten sich horizontale Schichten aus Ton und Kalk. Der Ton wurde weggespült und bizarre Kalkfelsformationen blieben zurück. Durch Erosion entstanden Felstürme, Felsnadeln, Felsgassen, Wackelsteine, Plattenschichten, Höhlen und Einsturzdolinen von einzigartigem Aussehen.
Gemäß ihrer Erscheinung tragen die einzelnen Steinformationen zum Teil recht fantasievolle Namen: el Cáliz (der Blütenkelch), el Dado (der Würfel), el Tornillo (die Schraube), el Sombrerillo (das Hütchen), Callejón Oscuro (dunkle Gasse), Callejón del Tabaco (Tabakgasse).

Vom Besucherzentrum aus führen zwei Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade durch den Naturpark. Die grüne und die gelbe Route sind durch gut sichtbare Markierungen an entsprechend gekennzeichneten Holzpfählen leicht zu erkennen. Die grüne Wanderroute ist 1,5 km lang, leicht und dauert gemütlich ca. 1 ½ Stunden. Die gelbe Wanderroute ist 2,5 km lang, mittelschwer, zweigt von der grünen ab und führt wieder auf diese zurück, zusammen benötigt man gemütlich 2 Stunden. Durch die vielen Fotostopps und Besichtigungen kann sich die Wanderung aber auch deutlich in die Länge ziehen.

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