John Muir Trail – Etappenplanung

John Muir Trail: Unsere Etappen- und Camp-Planung mit den entsprechenden Resupplies und der An- und Abreise

Nach der Reservation des JMT-Permits und dem Buchen der Flüge steht es eigentlich fest: wir werden den John-Muir-Trail-NoBo machen. Eigentlich – wenn uns SARS-CoV-2 keinen Strich durch die Rechnung macht. Noch ist viel Zeit bis zum Sommer:

Und bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt – also geht es munter weiter mit den Planungen.

Anreise zum John Muir Trail

Der Hinflug soll Ende Juli gegen Mittag mit SWISS von Zürich nach Los Angeles (LAX) erfolgen. Wegen der Zeitverschiebung werden wir noch am gleichen Tag am späten Nachmittag in LAX landen. Dort steht dann hoffentlich schon der Mietwagen bereit, den wir bei enterprise Rent-A-Car gebucht haben. Damit sind wir die nächsten Tage flexibel, um z.B. den notwendigen Proviant oder die Bärenbox zu besorgen – und für ein wenig Sight-Seeing.

Die letzten zwei Tage vor der Tour wollen wir in Lone Pine verbingen und dort im historischen Dow Hotel übernachten – hier hat schon John Wayne übernachtet. Von Lone Pine aus werden wir zwei Resupply-Pakete nach Reds Meadows und zur Mule-Trek-Company bringen (dazu im Kapitel Resupply mehr).

Am letzten Tag in Lone Pine werden wir morgens unser JMT-Permit im Eastern Sierra Visitor Center abholen. Anschließend bringen wir den Mietwagen nach Mammoth Lakes, zurück nach Lone Pine geht es dann mit dem Taxi.

Dann heißt es Abschied nehmen von der Zivilisation. Ein Taxi soll uns früh am Morgen nach Horseshoe Meadows zum Cottonwood Lakes Trailhead bringen. Hier startet unser John Muir Trail zur ersten Etappe.

Abreise vom John Muir Trail

Ziel unseres Trails ist das Yosemite Valley. Hier haben wir eine Unterkunft, genauer eine Zeltunterkunft im Curry Village, nun Half Dome Village genannt, gebucht. Vielleicht gibt es da auch die Möglichkeit, das Yosemite Valley ein wenig zu erkunden.

In die Zivilisation soll es zunächst mit dem YARTS-Bus nach Merced gehen. Hier wollen wir erneut einen Mietwagen mieten, um ein paar Tage Urlaub in Kalifornien genießen zu können.

Zurück in die Heimat fliegen wir wieder mit SWISS von San Francisco (SFO) nach Zürich und mit Zug an den Bodensee.

Literatur, Karten und Software

Grundlage der Planungen und Vorbereitungen war – neben vielen Informationen aus dem Internet – das Buch The John Muir Trail von Alan Castle aus dem Cicerone-Verlag. Neben vielen Hinweisen zur Vorbereitung enthält es auch einen 21-Tage-Plan mit ausführlichen Beschreibungen der einzelnen Etappen.

Für die detailierte Etappenplanung waren dann zwei dünne Hefte extrem hilfreich – wir werden sie auch bei der Tour dabei haben:

  • John Muir Trail Pocker Atlas von Blackwood Press
  • John Muir Trail Topographic Map Guide von National Geographic

In beiden Heften steht alles Wichtige: Hinweise zu den Permits, zur An- und Abreise, zum Resupply, Karten der Städte in der Nähe. Im Kartenteil werden nicht nur Zeltplätze vorgeschlagen, es sind auch Wasserstellen, Bärenboxen und Rangerstationen und andere wichtige Informationen eingezeichnet. Die Größe und das Gewicht sind perfekt, das Material ist ausdauernd.

Als Planungssoftware habe ich MapSource und BaseCamp von Garmin benutzt. Die dafür notwendige Karte ist die kostenlose OpenStreetMap USA Pacific OSM Topo Routable von GMapTool.

Damit habe ich alle Etappen geplant und werde sie dann auf das GPS hochladen.

Etappen und Camps

Wir wollen den John Muir Trail genießen, deshalb haben wir uns 28 Wandertage für die 380 km lange Strecke gegeben. Der Etappenplan ist in fünf Abschnitte eingeteilt, entsprechend der einzelnen Resupplies:

(1) In 7 Tagen vom Cottonwood Lakes Trailhead via Mt. Whitney bis zum Small Lake nahe der Charlotte Lake / Kearsarge Pass / JMT Trial Junction

(2) In 8 Tagen vom Small Lake nahe der Charlotte Lake / Kearsarge Pass / JMT Trial Junction bis zur Muir Trail Ranch

(3) In 6 Tagen von der Muir Trail Ranch zum Reds Meadow Resort

(4) In 4 Tagen vom Reds Meadow Resort nach Toulumne Meadows

(5) In 3 Tagen von Toulumne Meadows nach Yosemite – Happy Isle – Church Village

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Resupply

Das maximale Rucksackgewicht soll bei höchstens 18 Kilogramm liegen – ob das gelingen wird, werden wir spätestens beim Trail-Start sehen. Deshalb habe ich die 380 km des JMT in 5 Abschnitte eingeteilt, am Ende jedes Abschnitt soll ein sogenanntes Resupply, also ein Wiederauffüllen von Nahrung stattfinden. Es gibt da ganz verschiedene Möglichkeiten, und so wollen wir die einzelnen Resupplies auch ganz unterschiedlich organisieren. Die Kosten für den Service bei der Muir Trail Ranch, Reds Meadow und Toulumne Meadows sind überschaubar, ein Mule-Trek-Resupply kostet richtig Geld.

(1) Mule-Trek-Resupply bei der Charlotte Lake / Kearsarge Pass / JMT Trial Junction

Am Morgen des achten Tages gegen 11:00 soll uns ein Mule-Trek neue Lebensmittelvorräte bringen. Dazu habe ich schon früh per Mail Kontakt aufgenommen mit Sequoia Kings Pack Trains in Independence, CA. Die Lebensmittel werden wir in Lone Pine in einen großen Malereimer gut verpacken und persönlich abgeben.

(2) Resupply bei der Muir Trail Ranch

Wenn alles klappt werden wir am Abend des 15. Trekkingtages bei der Muir Trail Ranch sein. Unser Resupply-Paket soll dann sicher vor Ort sein, deshalb werden wir das schon ca. zwei Monate vor Tourbeginn von zu Hause aus organisieren. Hierzu bietet sich Zero Day Resuply an.

We are hikers with a passion for the outdoors. Resupply is what we do.
Drawing from years of hiking experience, we endeavor to help others accomplish their goals by providing a smart and convenient method of resupply.
We ship to any trail in the continental United States. With standard next day shipping, resupplying for a thru-hike has never been so simple.

(3) Resupply bei Reds Meadow Resort

Nach 21 Wandertagen wollen wir beim Reds Meadow Resort sein. Hier soll dann das dritte Resupply stattfinden, das wir, gut verpackt in einem großen Malereimer, persönlich von Lone Pine aus dorthin bringen wollen.

(4) Resupply bei Toulumne Meadows

Noch nicht ganz sicher ist, ob wir für die letzten drei Tage vor dem Yosemite Valley noch ein Resupply beim Toulumne Meadows Campground einplanen. Dieses Resupply-Paket werden wir dann ebensso von zu Hause aus mit Zero Day Resuply organisieren.

Die Teile des JMT-Berichts

Dieter Moßbrucker
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Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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