Tourdatum: 17.01.2024
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La Gomera: Gemütliche Wanderung von Laguna Grande (1.250 m) auf den Alto de Garajonay (1.478 m), das Dach von La Gomera.
Der Alto de Garajonay ist mit 1.487 Metern der höchste Punkt La Gomeras und erhebt sich zentral im Parque Nacional Garajonay. Als eines der wichtigsten Wahrzeichen der Insel bietet der Gipfel bei klarer Sicht einen weiten Panoramablick über nahezu ganz La Gomera sowie bis zu den Nachbarinseln Teneriffa, La Palma und El Hierro. Am höchsten Punkt erinnert ein steinerner Kultplatz in Form eines Kreises an die Guanchen, die Ureinwohner der Insel. Die Wanderung von der Laguna Grande auf den Gipfel ist leicht und angenehm und lohnt sich besonders an Tagen mit guter Sicht.
Diese Wanderung auf den Garajonay ist nur eine von vielen Möglichkeiten, den höchsten Berg La Gomeras zu erreichen. Vom Picknickplatz an der Laguna Grande führt uns der Weg auf angenehmen Pfaden durch den Nationalpark Garajonay. Oben angekommen belohnt der Alto de Garajonay mit einer schönen Rundumsicht über weite Teile der Insel. Die Nachbarinseln Teneriffa, La Palma und El Hierro bleiben an diesem Tag allerdings hinter den Wolken verborgen.
Die Legende von Gara und Jonay.
Die schöne Prinzessin Gara lebte im 15. Jahrhundert, noch vor der spanischen Eroberung, auf La Gomera. Sie verliebte sich in den armen Bauernsohn Jonay aus Teneriffa. Aus Liebe fuhr dieser täglich auf einem Floß zur Nachbarinsel, um seine Geliebte zu treffen.
Doch die Verbindung stand unter keinem guten Stern. Ein Priester sagte den beiden großes Unheil voraus. Als sie sich das Jawort geben wollten, schien sich die Prophezeiung zu erfüllen. Ein starkes Erdbeben erschütterte Teneriffa. Der Vulkan Teide spie Lava, das Meer um La Gomera färbte sich blutrot, und die Insel begann zu glühen.
Die Adelsfamilie der Prinzessin versuchte daraufhin, die Heirat zu verhindern, und brachte Jonay gewaltsam nach Teneriffa zurück. Seine Liebe jedoch war so groß, dass er wenige Wochen später erneut auf La Gomera landete. Gemeinsam floh das Paar ins Hochland und versteckte sich in den dichten Wäldern hoch oben auf der Insel.
Als beide keinen Ausweg für ihre Liebe mehr sahen, nahmen sie eine an beiden Enden gespitzte Lanze aus Lorbeerholz und stießen sie sich durch die Brust. In inniger Umarmung ging das Liebespaar in den Tod.
Seit jener Zeit, so sagen die Gomeros, trägt der höchste Berg sowie der heutige Nationalpark auf La Gomera den Namen Garajonay. Die Prinzessin Gara und der arme Jonay stehen heute als Skulpturen im Nationalpark.
Wir haben diese Wanderung im Januar 2024 unternommen, zwölf Jahre nach den schweren Waldbränden von 2012 und acht Jahre nach unserer ersten Tour im Januar 2016. Beim Vorbeifahren auf der Höhenstraße rund um die Laguna Grande und den Alto de Garajonay sind kaum noch schwarze Bergrücken zu sehen. Nur vereinzelt fallen gelichtete Waldflächen auf. Unser Wandervergnügen wird davon heute kaum noch beeinträchtigt, ganz im Gegensatz zu 2016. Stattdessen eröffnen sich neue Ausblicke, und auch die Bodenvegetation zeigt sich wieder abwechslungsreich und ansprechend. Vieles ist hier in den vergangenen Jahren nachgewachsen. Im Bereich rund um den Garajonay selbst sind die Wege zudem sehr gepflegt und gut instand gesetzt.
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