Tourdatum: 05.01.2026
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Gran Canaria: Bei Regen und Nebel in Artenara – ein kleiner Rundgang durch die höchstgelegene Gemeinde der Insel.

Artenara ist ein Ort der Superlativen. Es ist die kleinste, die spektakulärste, eine der ältesten und mit 1.270 Metern zugleich die höchstgelegene Gemeinde Gran Canarias. Mitten im Inselzentrum gelegen, ist Artenara ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die umliegenden Berge. Das Bergdorf schmiegt sich mit seinen weißen Häusern an die steilen Hänge der Caldera de Tejeda, dem zentralen Vulkankrater der Insel. Besonders schön ist, dass es in Artenara bis heute keine hässlichen Neubauten gibt – hoffentlich bleibt das noch lange so.
Unser Inselwechsel von El Hierro, wo wir die letzten zwölf Tage in La Restinga verbracht haben, verläuft weniger reibungslos als geplant. Über die Kanarischen Inseln zieht ein Sturmtief hinweg, alle Flüge von und nach El Hierro werden für zwei Tage gestrichen. Schließlich setzen wir mit der Fähre nach Teneriffa über und erreichen unsere Unterkunft in Artenara mit einem Tag Verspätung. Auch dort zeigen sich die ersten beiden Tage wetterbedingt unfreundlich, mit Sturm und Regen. Immerhin ist ein Rundgang durch den Ort trotz Regen und Nebel möglich. Danach jedoch stellt sich wieder herrliches Wanderwetter ein.
Hoch über dem Krater gelegen, zeigt sich das weiße Dorf bei der Ankunft zunächst zurückhaltend, egal ob man mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs ist. Erst hinter den grünen Bergen der Montaña de Artenara tauchen die kunstvoll gestalteten Miradores auf. Auf einem Hügel überragt eine Christusstatue den Ort. Von hier aus wirkt Artenara wie ein natürlicher Aussichtsbalkon über der Caldera de Tejeda.
Plaza San Matías – Kirchplatz, Marktplatz und Treffpunkt
Große Flächen, auf denen sich Artenara ausbreiten könnte, gibt es nicht. Die einzige etwas größere Ebene bildet zugleich das Zentrum des Ortes. Hier stehen die Iglesia de San Matías und der weitläufige Kirchplatz, die Plaza San Matías. Sie ist Treffpunkt der Einheimischen, Anlaufstelle für die wenigen Besucher und zugleich Veranstaltungsort und Marktplatz. Rund um den Platz liegen die wichtigsten Gebäude des Dorfes wie Rathaus, Polizeistation sowie einige Restaurants und Bars.
An schönen Tagen ist der Blick von hier hinunter in die Caldera schlicht fantastisch.
Artenara – Wohnen in Höhlen und Felsen
Ein besonderes Merkmal Artenaras, das man in dieser Form sonst nirgends auf Gran Canaria findet, sind die Fels- und Höhlenwohnungen. Noch heute lebt ein Großteil der Bevölkerung in diesen in den Fels gehauenen Häusern. Wer durch das Bergland der Insel fährt, erkennt schnell, wie steil das Gelände ist und wie selten es natürliche Plateaus gibt. Aus Platzmangel blieb den Bewohnern oft nichts anderes übrig, als den Fels selbst zum Wohnraum zu machen. Hinzu kommt ein entscheidender Vorteil: Die Temperaturen in den Höhlen bleiben ganzjährig konstant bei etwa 18 bis 20 Grad. Viele dieser besonderen Wohnungen werden inzwischen auch als Ferienunterkünfte genutzt und vermietet.
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- Artenara - 22. Januar 2026
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