Tourdatum: 31.01.2026
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Hegau: Rundwanderung von Aach in das Wasserburger Tal mit seinen bizarren Felsformationen.

Die Stadt Aach im Hegau ist vor allem durch den Aachtopf bekannt, die schüttungsreichste Karstquelle Deutschlands. Hier an der Quelle beginnt und endet der Rundweg „Aacher Geißbock“. Das tief in die Hegaualb eingeschnittene Wasserburger Tal wird von malerischen Felsen geprägt, und entlang des Wanderwegs eröffnen zahlreiche Aussichtspunkte weite Blicke auf die vulkanisch geformten Berge des Hegaus – das Hegauer Kegelspiel. Die steilen Hänge um Aach herum entstanden durch die Kräfte von Wasser und Gletschern und wurden erst durch jahrtausendelange Beweidung zu einer faszinierenden Kulturlandschaft. Die Schaf- und Ziegenbeweidung gab schließlich auch dem Wanderweg seinen Namen: Aacher Geißbock.
Wegen des Schießlärms hat der “Aacher Geißbock” seit Juli 2025 den Status eines Premiumwanderweges verloren. Somit ist dieser Weg zurzeit nur noch mit der gelben Raute (bzw. stückweise mit der blauen Raute) markiert. Vereinzelt können noch Schilder mit dem Hegauer Kegelspiel (Vulkansymbole) vorhanden sind. Es ist vorgesehen, diesen Weg mit einem anderen Symbol kenntlich zu machen.
Meine Wanderung beginnt an der Aachquelle. Der Aachtopf zapft das Wasser der noch jungen Donau zwischen Immendingen und Fridingen an der Donauversinkung ab und leitet es als Radolfzeller Aach dem Rhein zu. So gelangt ein Teil des Donauwassers in die Nordsee statt ins Schwarze Meer. Unter dem Aachtopf haben Höhlentaucher weitverzweigte Karsthöhlen und unterirdische Seen entdeckt, die den bis heute geheimnisvollen Untergrund der Schwäbischen Alb prägen.
Schwankungen je nach Jahreszeit/Niederschlag:
geringste: 1,3 m³/sec, größte: 24,1 m³/sec.
Nach dem Aachtopf steige ich bergauf zum nördlichen Rand des Aacher Stadtberges. Von hier genieße ich einen traumhaften Ausblick in Richtung Hohenhewen. Am Waldrand entlang wandere ich weiter, lasse den weiten Blick nach Süden über den Hegau und werde von der Landschaft förmlich verzaubert.
Eine längere Strecke führt mich durch das felsbekrönte Wasserburger Tal. Unterwegs stoße ich auf spannende geologische Kalkaufschlüsse. Schließlich verlasse ich das Tal, steige über Treppenstufen hinauf und erreiche das Dornsbergplateau mit der Jagdschule. Heute herrscht glücklicherweise Winterpause, sodass kein Schießlärm die Stille durchbricht.
Weiter geht es zum Aussichts-Highlight „Aacher Zwei-Seen-Blick“. Normalerweise bietet sich hier ein herrlicher Blick auf Überlinger See und Untersee, doch heute versperrt mir der Nebel die Sicht auf den Bodensee.
Auf schmalen Pfaden wandere ich nun bergab und erkunde beeindruckende Dolinen sowie gewaltige Erdeinsackungen im Kalkgestein. Sie sind Teil des unterirdischen Höhlensystems der Aachquelle. Bald erreiche ich den „Alten Turm von Aach“, ein frisch saniertes Kulturdenkmal mitten im Naturschutzwald.
Mit einer letzten Runde am Aachtopf lasse ich meine Wanderung glücklich ausklingen.
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