Tourdatum: 23.12.2025
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El Hierro: Aufstieg an der Ostküste durch die Steilwand Risco de los Herreños zum Mirador de Las Playas.

Wandern auf El Hierro heißt für mich, auf schmalen Pfaden unterwegs zu sein und immer wieder über den Atlantik zu blicken. Die Tour vom Parador Nacional über El Pinar zum Mirador de las Playas führt durch ganz unterschiedliche Landschaften. Unten beginnt der Weg an der Küste, später steigt er durch Felder in die Kiefernwälder von El Pinar. Die Steigungen sind stellenweise spürbar, dafür eröffnen sich mit jedem Höhenmeter neue Ausblicke auf die Bucht von Las Playas.
Der Mirador de las Playas liegt an der Ostflanke der Insel in den Ausläufern des Kiefernwalds El Pinar. Direkt am Rand der steil aufragenden Felswand Risco de los Herreños (800 m) öffnet sich vom Aussichtspunkt ein weiter Blick über die Bucht von Las Playas bis hinunter zum Parador Nacional und hinüber zum Roque de la Bonanza.
ab der Hochebene bei Las Casas (845 m) angenehm
Die Wanderung beginnt am Parador de El Hierro (14 m), einem einsam gelegenen Hotel direkt am Meer in der Bucht von Las Playas. Schon der erste Blick in die halbkreisförmige Bucht lässt mich staunen: Unter mir liegt der Atlantik, über mir ragen die gewaltigen Steilwände, die sich mehr als tausend Meter hoch über das Meer erheben. Ich kann kaum fassen, dass dieser riesige Talkessel durch einen alten Vulkanausbruch entstanden ist.
Zu Beginn laufe ich noch ein Stück auf der Küstenstraße, doch bald zweigt ein schmaler Pfad ab, der direkt in die steile Bergflanke führt. Mein Herz schlägt schneller, als ich die Serpentinen hinaufsteige. Jeder Schritt ist anstrengend. Die Ausblicke zurück auf die Bucht und das glitzernde Meer machen den Aufstieg lohnend.
Die Vegetation verändert sich mit jedem Höhenmeter. Unten begleiten mich Feigenbäume und Wolfsmilchgewächse, weiter oben tauchen die ersten kanarischen Kiefern auf, die etwas Schatten spenden. Nach fast tausend Höhenmetern erreiche ich die Hochfläche: Felder, Weiden und kleine Häuser zeichnen ein völlig anderes Bild. Ich atme tief durch; nach dem steilen Aufstieg fühlt sich dieser Abschnitt fast wie eine Verschnaufpause an. Immer wieder bleibe ich stehen, um die Ausblicke über die Südseite der Insel zu genießen.
Schließlich erreiche ich den Höhepunkt der Tour: den Mirador de las Playas (1.066 m). Ich stehe direkt an der Abbruchkante und blicke auf die Bucht, die wie ein riesiges Amphitheater zum Atlantik hin geöffnet ist. Der Basaltfelsen Roque de la Bonanza ragt dunkel aus dem Wasser, und unten kann ich den Parador erkennen, von dem ich gestartet bin. Bei klarer Sicht sehe ich sogar die Nachbarinseln La Gomera und Teneriffa. Ich bleibe lange stehen, um die Aussicht in Ruhe aufzunehmen.
Die Wanderung fordert Kondition, das spüre ich deutlich. Der Aufstieg aus der Küstenbucht und die Höhenunterschiede haben mich richtig ins Schwitzen gebracht. Aber all die Mühe lohnt sich: Die Kombination aus Küstenlandschaften, einsamen Bergpfaden und der Aussicht auf das Amphitheater der Bucht macht die Tour zu einem eindrücklichen Erlebnis. Ich setze mich eine Weile, genieße die Stille und den Wind und bin dankbar, diesen Ort erlebt zu haben.
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