Tourdatum: 27.12.2025
Aufrufe (seit 01.04.2025): 113
El Hierro: Wanderung über die Hochebene La Dehesa vom Mirador de Lomo Negro zu den Wacholderbäumen von El Sabinar und weiter zur Ermita Virgen de Los Reyes.

Auf der Hochebene La Dehesa wachsen die wohl bekanntesten Bäume El Hierros: die mystisch anmutenden, vom Wind geformten Zedernwacholder von El Sabinar. Vom Mirador de Lomo Negro führt ein schöner Wanderweg hinauf auf die Hochebene und zu diesen außergewöhnlichen Bäumen. Anschließend geht es weiter in Richtung eines der eindrucksvollsten Aussichtspunkte im Süden der Insel, dem derzeit leider gesperrten Mirador de Bascos. Vom nahegelegenen Gipfel eröffnet sich ein überwältigender Blick über das Tal von El Golfo bis hinaus auf den tiefblauen Atlantik. Den Abschluss der Wanderung bildet die von weißen Mauern umgebene Ermita Virgen de Los Reyes mit ihrer verehrten Madonnenstatue.
Mirador de Lomo Negro I und II
Der Vulkan Lomo Negro, auf dessen Hängen die beiden Aussichtsplattformen Mirador de Lomo Negro I und II errichtet wurden, hat durch seine Lavaströme wesentlich zur Entstehung der Küstenplattform und zur Erweiterung der Insel beigetragen. Seine Eruptionen zählen zur jüngeren vulkanischen Geschichte El Hierros.
Der untere Aussichtspunkt, Lomo Negro I, liegt direkt unterhalb der Straße HI-500 am westlichen Ende der Insel. Von hier aus bietet sich ein Blick auf die Hoya del Verodal, eine Lavaplattform am Fuß der Steilhänge.
Den oberen Aussichtspunkt, Lomo Negro II, erreicht man in etwa 5 bis 10 Minuten über einen Wanderweg. Von dort eröffnet sich ein spektakulärer Ausblick auf die farbigen Schichtungen der Steilwände bis hin zum Meer. Die unterschiedlichen Farben der Felsen entstanden durch verschiedene Ausbruchstypen; ockerfarbene Gesteine bildeten sich beispielsweise, als Magma auf Wasser traf.
Von Lomo Negro II führt der Wanderweg weiter über die Hochebene La Dehesa zu den bizarren Wacholderbäumen von El Sabinar.
El Sabinar
El Sabinar auf der Hochebene La Dehesa ist der letzte zusammenhängende Wacholderwald der Insel, wenn auch stark ausgedünnt. Die Besonderheit der hier wachsenden Bäume sind ihre außergewöhnlichen, verdrehten Formen. Diese gebückte Haltung verdanken sie einem ständigen Fallwind von der Cumbre, dem besonders alte Exemplare seit mehreren hundert Jahren trotzen. Viele der Bäume sind mittlerweile so weit geneigt, dass ihre Kronen den Boden berühren. Solche durch Wind geformten Bäume und Sträucher bezeichnet man als Windflüchter.
Der beeindruckende Drehwuchs der alten Wacholderbäume gilt als weltweit einzigartig und macht El Sabinar zu einem der bekanntesten Wahrzeichen El Hierros.
Mirador de Bascos
Der abgeschiedenste Aussichtspunkt der Insel ist sicherlich der Mirador de Bascos, der sich ganz in der Nähe von El Sabinar auf 650 Metern Höhe direkt über einer imposanten Steilwand befindet. Die offizielle Plattform ist derzeit gesperrt, da Teile des Weges und der Plattform in den Abgrund gestürzt sind. Besucher können dennoch vom Rand oder von nahegelegenen Punkten aus beeindruckende Blicke genießen.
Bei wolkenfreiem Himmel eröffnet sich ein atemberaubender Panoramablick über die weitläufige El-Golfo-Ebene, kleine Dörfer wie Sabinosa und Pozo de la Salud, die Steilküsten und bei klarer Sicht sogar bis zur Nachbarinsel La Palma.
Mirador de Sabinosa
Der Mirador de Sabinosa liegt auf der Hochebene La Dehesa, einer nahezu unbewohnten, weitläufigen Weide- und Hochlandfläche, die abrupt zur El-Golfo-Ebene abfällt. Vom Aussichtspunkt bietet sich ein eindrucksvoller Blick über das grüne Tal, das Dorf Sabinosa mit seinen Häusern am Hang sowie die weitläufigen Küstenbereiche der Insel.
Ermita Virgen de los Reyes
Die kleine, schneeweiße Wallfahrtskapelle Ermita Virgen de los Reyes steht alle vier Jahre während der Bajada de la Virgen im Mittelpunkt El Hierros. Hier startet die 28 Kilometer lange Wanderung, auf der die in der Kapelle verehrte Madonnenfigur der Virgen de los Reyes zur Festungskirche Iglesia de la Concepción nach Valverde getragen wird.
Hohe, weiße Mauern umgeben die Kapelle. Durch ein Portal gelangt man in den Innenhof mit hübsch angelegtem Garten. Die kleinen Nebengebäude beherbergen eine Klausur und eine Küche und dienen zeitweise als Kloster. Während der Vorplatz gepflastert ist, ist der Rest mit schwarzem Kies bedeckt. In den vorderen Ecken befinden sich Zisternen zur Wassergewinnung.
Das strahlende Weiß des gesamten Komplexes, der vollständig Santuario de la Virgen de Los Reyes heißt, fügt sich harmonisch in die grün bewaldeten Hänge der Umgebung ein.
Zuletzt aktualisiert vor 1 Monat ago
- Laguna Grande – Alto de Garajonay - 23. Januar 2026
- Artenara - 22. Januar 2026
- Mirador de Lomo Negro – El Sabinar – Ermita Virgen de los Reyes - 1. Januar 2026
Hat dir der Beitrag gefallen?
📖 In unserem Gästebuch 🔗 sind Kommentare möglich und herzlich erwünscht!
Falls du ein technisches oder optisches Problem auf meiner Webseite entdeckst, schreib mir bitte eine kurze Nachricht an
info@wildnis-wandern.de 📧
Ich kümmere mich so schnell wie möglich darum – danke für deine Hilfe!






























