John Muir Trail – Vorbereitungen

John Muir Trail: Planungen für 4 Wochen auf dem berühmten Fernwanderweg in der Sierra Nevada im US-Bundesstaat Kalifornien

Im August 2020 wird es soweit sein – wir werden in der Wildnis der Sierra Nevada im US-Bundesstaat Kalifornien auf den Spuren von John Muir wandern.

Der John Muir Trai (kurz JMT) ist ein berühmter und einer der schönsten Fernwanderwege. Er führt durch sechs Nationalparks und Wilderness Areas, über elf Pässe und gut 340 Kilometer, traditionell vom Yosemite Valley auf den Gipfel des Mount Whitney (4.412 m) .

Es gibt viel zu berichten – anfangen soll es mit den ersten Planungen. Die kommenden Wochen und Monaten werde ich hier viel schreiben, einfach immer mal wieder vorbeischauen.

Über den John Muir Trail

Der John Muir Trail (kurz JMT) ist ein Fernwanderweg in der Sierra Nevada im US-Bundesstaat Kalifornien. Der Weg beginnt am Happy Isles Trailhead im Yosemite Valley und endet offiziell auf dem Gipfel des Mount Whitney. Er ist ungefähr 340 Kilometer lang, mit dem Abstieg vom Mt. Whitney nach Osten zum Whitney Portal oberhalb des Owens Valley rund 357 Kilometer. Dabei sind insgesamt etwa 24.000 Höhenmeter zu bewältigen. Der Wanderweg ist nach John Muir benannt. Ein Großteil der Strecke ist zugleich ein Teilstück des über 4.000 Kilometer langen Pacific Crest Trail (PCT).
(© Wikipedia)

Weitere Informationen zum John Muir Trail finden sich auf dem Guide zum John Muir Trail. und bei der Pacific Crest Trail Association.

Die ersten Überlegungen

Schon 2019 wollten wir im August den John Muir Trail wandern, ganz klassisch von Norden nach Süden, den sogenannten Southbound (SoBo), mit Start im Yosemite Valley, am Ende dann auf den Mt. Whitney und schließlich mit Ziel Whitney-Portal bzw. Lone Pine. Für diesen Trek braucht man ein Permit, das 168 Tage vor dem Startdatum online über eine Lotterie beantragt werden kann. Die Chancen für das Permit sind gering – und wir gingen leer aus. Stattdessen wanderten wir mit großer Tochter und vier Enkelkinder den nödlichen Kungsleden mit Lapporten, ein voller Erfolg!

Auch diese Jahr 2020 probieren wir den JMT-SoBo wieder, bisher ohne Erfolg – und die Wahrscheinlichkeit, in den verbleibenden Tage noch ein Permit zu bekommen sind eher bei Null. Recherchen im Internet haben dann gezigt, dass es viel leichter ist an ein Permit zu gelangen, wenn wir im Süden starten, vom Mount Whitney in das Yosemite Valley. John-Muir-Hiker nennen das Nortbound (NoBo), es gilt als die härtere Variante und ist weit weniger begangen. Um nicht gleich am ersten oder zweiten Wandertag auf den Mount Whitney zu müssen, wollen wir drei Etappen weiter südlich beginnen. Trailhead für uns soll somit Horseshoe Meadow via Cottonwood Lakes sein, Trailexit Happy Isle – Yosemite Valley. Mit der Besteigung des Mt. Whitney (4.412 m) wird die Tour gut 390 Kilometer lang sein, dafür wollen wir uns 29 Tage Zeit lassen.

Über das JMT-Permit

Alle wichtigen Informationen zu den benötigten Permits stehen auf der Website des Inyo National Forest. Schnell war klar, dass wir ein Overnight Permit brauchen. Dieses habe ich auf der Seite Recreation.gov beantragt. Auch hier ist die Quota begrenzt und schnell voll – aber ich hatte Glück und für Anfang August gab es noch ein Permit für uns. Für den Online-Antrag musste ich ein paar Angaben zur geplanten Tour machen:

  • persönliche Angaben
  • Start- und Enddatum
  • Startort und Endziel
  • Personenzahl
  • geplante erste Übernachtungen (können nachträglich noch angepasst und ergänzt werden)
  • Station, an der das Permit abgeholt werden soll

Für die Reservation ist eine Gebühr von $16 fällig, bezahlt wird mit Kreditkarte.

Das Permit für den Mt. Whitney bereitete ein paar Probleme. Wichtig ist, das Camp SEKI-Crabtree(81) als geplantes Camp anzugeben, dann ist ein zusätzliches Permit für den Mount Whitney nicht notwendig. Auch wenn auf meinem Permit “Visiting Mt. Whitney: No” steht, ist es für den Gipfel gültig – seit 2020 ist das lt. Aussage eines Rangers des Inyo NF geändert.

Per Mail habe ich dann die Bestätigung der Reservation erhalten, die noch kein Permit ist. Dieses muss ich einen Tag vor Tourbeginn im Eastern Sierra InterAgency Visitor Center in Lone Pine persönlich abholen.

Die ersten Entscheidungen

Nach diesen ganzen Recherchen und Überlegungen steht somit das Grundlegende für unseren John-Muir-Trail-NoBo-2020:

  • geplanter Abflug am 27. Juli 2020 von Zürich nach Los Angeles (Termin noch offen)
  • Trekkingstart am 2. August 2020, Trailhead Cottonwood Lakes Trailhead, Horseshoe Meadow
  • Trekking Northbound von Horseshoe Meadow via Mt. Whitney in das Yosemite Valley
  • Trekkingende am 29. August 2020, Trailexit Happy Isle – Yosemite
  • Heimflug von San Franciso nach Zürich (Termin noch offen)

Jetzt geht es an das Planen der einzelnen Etappen und Camps mit den entsprechenden Verpflegungsstation (Resupply), der Anreise zum Trailhead und der Abreise zum Abflughafen und Einiges mehr – aber dazu hier auf wildnis-wandern.de später mehr.

Das Wetter im Yosemite Valley

Die Teile des JMT-Berichts

Dieter Moßbrucker

Über Dieter Moßbrucker

Dieter ist Vater und Opa, Wanderer und Trekker, Computer- und WordPress-Fan – und versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Seit vielen Jahren lieben wir das Wandern, Kanu- oder Fahrradfahren: am Bodensee, in Skandinavien, in den Alpen oder entlang verschiedener Flüsse. Seit Herbst 2015 gibt es diese Seite mit vielen neuen Berichten über Trekkingtouren und Wanderungen. Die früheren Berichte ab 1993 findet ihr auf der alten wildnis-wandern Seite.

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Dieter MoßbruckerHening Recent comment authors
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Wird ja wohl leider nichts werden. Ich hab auch für dieses Jahr wieder einen Permit, ab 25. 7. HM bis zum Sonora Pass, aber mache mir da keine Illusionen. Hoffentlich 2021. Kann es aber nur empfehlen. Mt Whitney von Westen ist kein Permit-Problem, und Du musst auch nicht in Crabtree Meadow übernachten. Das gilt nur für die, die mit PCTA-Permit unterwegs sind und deshalb den PCT-Korridor beachten müssen. Mit Inyo-Forest-Permit kannst Du am Guitar Lake zelten – Problem ist nur der “Bathroom”-Besuch. Unbedingt die pit toilet in Crabtree nutzen – die ist etwas abseits vom Weg – und dann halt… Read more »